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08.09.1995

Know-how-Probleme beim Vertrieb Hewlett-Packard ueberrascht im dritten Quartal die Analysten

MUENCHEN (IDG) - Mit seinem Quartalsergebnis, das ueber den Erwartungen lag, hat sich die Hewlett-Packard Corp. (HP) bei Analysten und Anlegern Respekt erworben. Ganz ohne Tadel kommt der Hardwarehersteller allerdings nicht davon: Dem HP-Vertrieb mangelt es oft am Know-how, klagen Anwender im Rahmen einer Umfrage.

Hewlett-Packard hat dieses Jahr gute Chancen, beim Umsatz die 30- Milliarden-Marke zu erreichen. So meldete das Unternehmen fuer das dritte Quartal (Ende: 31. Juli 1995) Einnahmen in Hoehe von 7,7 Milliarden Dollar, das sind 28 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (6,1 Milliarden Dollar). Ein Drittel der Summe kam ueber das Druckergeschaeft herein. Fuer die ersten neun Monate kumuliert sich der Umsatz damit auf 22,75 Milliarden Dollar. Bestellungen in Hoehe von acht Milliarden Dollar lassen laut HP zudem ein erfolgreiches viertes Quartal erwarten.

Der Gewinn erhoehte sich im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres, in dem 347 Millionen Dollar uebrigblieben, um 66 Prozent auf 576 Millionen Dollar. Damit entfielen auf eine Aktie 1,09 Dollar gegenueber 66 Cent im Vorjahr; die Analysten hatten fuer den gerade abgeschlossenen Berichtszeitraum mit 1,01 Dollar gerechnet.

HP waechst derzeit jaehrlich um rund 25 Prozent und zaehlt damit laut "Wall Street Journal" zusammen mit Motorola zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen mit ueber 20 Milliarden Dollar Umsatz. CEO Lew Platt will die gute Position nun ueber den Einstieg in den Markt fuer Heim-PCs und Internet-Systeme festigen.

Ein Geschaeftsbereich, der sich um das Internet und entsprechende Produkte kuemmert, soll im naechsten Monat angekuendigt werden. Im Server-Bereich moechte HP kuenftig auf Digitals Spuren wandern und laut Platt ebenfalls als Systemintegrator fuer Unix- und NT-Netze agieren. Ferner soll Windows NT auch auf die PA-RISC-Maschinen des Hersteller portiert werden.

Informationen ueber neue Produkte fehlen

Aller Erfolge zum Trotz - fuer die Anwender zaehlen auch andere Werte, etwa die Faehigkeit des Vertriebs. Hier steht nicht alles zum besten, wie eine unter der Schirmherrschaft der Interex Users Group durchgefuehrte Umfrage unter 900 HP-Kunden ergab. Rund 42 Prozent der Befragungsteilnehmer bezeichneten die Informationen, die sie vom HP-Vertrieb ueber neue Produkte erhielten, als schlecht oder nicht akzeptabel. Allerdings klagten nur noch 34 statt wie im Vorjahr 43 Prozent ueber Probleme bei der Auftragsbearbeitung. Mit Hilfe eines neuen Computersystems sollte diese Schwaeche bis 1996 ganz behoben sein, erklaerte Interex-Geschaeftsfuehrer Chuck Piercey.