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19.10.1984 - 

Investitionen in neue Produkte zahlen sich aus

Knürr verwahrt sich gegen "PM Eintopf"

MÜNCHEN (kul) - Im Vorfeld der Electronica gab jetzt die "Knürr-Mechanik für die Elektronik AG", München, ihre neuesten Geschäftszahlen bekannt. Gleichzeitig stellte der Anbieter eine Reihe von neuen Produkten vor, die auf dieser Messe zu sehen sein werden.

Besonders war dem Vorstandsvorsitzenden Hans Knürr daran gelegen, daß sein Unternehmen nicht in den "Portfolio-Management-Eintopf der Flops mit hineingeworfen" wird. Komme ein Betrieb nämlich in finanzielle Schwierigkeiten, so handle es sich meist um "Ausflüsse ungenügender Prüfung". Als Beispiel hierfür nannte Knürr die Fälle Kerkerbachbahn und BCT, beide von dem Münchner Emissionshaus PM an die Börse gebracht. Bei Knürr hingegen seien die Wirtschaftszahlen so gut untermauert, daß sie noch weitgehend strengeren Prüfungen als denen des Finanzamtes standhalten könnten.

Hatte der Jahresumsatz 1981 etwa 40 Millionen Mark betragen, so liegt der Erlös inzwischen um ein Viertel höher. Für 1984 rechnet das Management mit 58,5 Millionen Mark Umsatz. Damit hat das Unternehmen nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden die Durststreeke der vergangenen Jahre überwunden. Umgesetzt wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres 43,7 Millionen Mark (im gleichen Zeitraum des Vorjahres: 35,9 Millionen Mark). Während sich die Gesamtleistung um 25 Prozent verbesserte, stieg der Rohertrag um 16 Prozent, Die Personalaufwendungen konnten bei plus 10 Prozent, der Sachaufwand bei plus 8 Prozent begrenzt werden. Von 530 000 Mark auf 2 170 000 Mark verbesserte sich das Betriebsergebnis vor Steuern.

Mit einer Dividende dürfen möglicherweise die Aktionäre im kommenden Jahr rechnen, nachdem 1984 nur 6 Prozent (Vorjahr 12 Prozent) auf stimmrechtlose Vorzugsaktien gezahlt wurden. Großaktionäre wie der Vorstand gingen leer aus.

Den um 17 Prozent höheren Auftragseingang von 44,1 Millionen Mark (Stand Ende September) führte Knürr im wesentlichen auf die 1981 und 1983 vorgestellten Neuprodukte zurück. Spitzenreiter auf der innerbetrieblichen Erfolgsliste ist die industrielle Raumausstattung (Dacobas-Programm).

Besonders verwies der Vorstandsvorsitzende auf den Erfolg der marktbezogenen Aufteilung der Produktlinien in drei, seit April dieses Jahres in vier Produktbereiche. Der neueste von ihnen, "Mehr Service für den Elektroniker", wird seine Neuentwicklungen erstmals auf der Electronica 1984 vorstellen.

Gut geht es laut Knürr auch den nichtkonsolidierten Töchtern. Die Ercotek GmbH, Nettetal, schaffte in den ersten neun Monaten dieses Jahres eine Umsatzsteigerung von 68 Prozent. Eine Verbesserung um 38 Prozent erzielte die Knürr AG (Schweiz). Mit 18 beziehungsweise 17 Prozent Zuwachs schnitten die Daturr Ltd. (England) und die Jana Tekniske A/S (Norwegen) ab.