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25.10.1996 - 

Kommentar

König Kunde?

Man muß sich schon wundern: Auf der ETRE-Konferenz in Berlin saßen die Manager großer PC-Unternehmen an einem Tisch und gaben unumwunden zu, in ihrer Industrie sei - wie heißt es so schön? - das Rad Jahr für Jahr neu erfunden worden. Nicht, daß man keine gewaltigen technologischen Sprünge absolviert hätte. Ganz im Gegenteil: Heutzutage trage jeder Notebook-Benutzer im Köfferchen spazieren, was in vergangenen Jahren einer kompletten mittleren Datenverarbeitungsanlage gleichgekommen wäre. Doch wem nutze das wirklich?

An der wesentlichen Kritik haben die Technologiefortschritte der Intels, Compaqs und Kombattanten nichts ändern können: Nach wie vor behält ein Killerargument gegen PCs seine Berechtigung, wonach diese erst dann ihre Reifeprüfung bestanden haben, wenn sie so leicht bedienbar sind wie ein Fernseher. Davon, geißelten sich die Vertreter von Compaq, Microsoft, IBM und Apple, sei man noch weit entfernt.

So viel Aufrichtigkeit ehrt zwar. Die Frage muß aber erlaubt sein, wie es möglich ist, daß eine komplette Branche jahrelang konsequent an den Bedürfnissen ihrer Kunden vorbei entwickelt. Und das, obwohl ihre PR-Vertreter keine Gelegenheit auslassen zu beteuern, der Kunde sei ihr König. Nun ja, in den heutigen säkularisierten Zeiten ist ein König eben auch nicht mehr das, was er mal war. Weshalb wir für die Wiedereinführung der Monarchie sind.