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16.10.1981 - 

Münchener R+S GmbH erweitert Angebotsbreite und -tiefe ihrer Software:

Koler im Krankenhaus und Inves im Ausland

MÜNCHEN (je) - Als SYSTEMS-Neuheiten propagiert die Münchener R+S Software-Systeme GmbH folgende Produkte: "Inves" für die Systeme Wang VS, Prime, HP 3000 und IBM /38; eine Auslandsversion von Inves für den Einsatz in jeder beliebigen Sprache für Konzernunternehmen; ferner als Standardsoftware für die Krankenhausverwaltung: "Koler/34" Kosten- und Leistungsrechnung und "Inves-F34" Finanzbuchhaltung.

Von den Eigenschaften ihrer Produkte heben die Münchener hervor:

Inves ist ein branchenneutrales Softwarepaket für den Einsatz im Großhandelsunternehmen und in der Fertigungsindustrie. Bei Fertigungsunternehmen kann Inves durch die vorhandenen Schnittstellen mit anderen Softwarepaketen für Fertigungssteuerung und Materialwirtschaft integriert eingesetzt werden.

Entsprechend den organisatorischen und strukturellen Erfordernissen können die Inves-Moduln einzeln, in beliebiger Kombination oder als gesamter Programmkomplex zum Einsatz kommen. Den Leistungsumfang von Inves kennzeichnen nach R+S folgende Merkmale:

- Durch eine übersichtliche Konzeption können die Programmkomplexe von Inves stufenweise eingeführt werden, wodurch eine kontinuierliche Anpassung an die betrieblichen Gegebenheiten gewährleistet ist.

- Datenerfassung und Abfragen erfolgt durch Datensichtstationen im Dialogbetrieb. Durch die computergesteuerte Bedienerführung wird der Benutzer vom System geführt, wobei gleichzeitig alle Eingaben auf logische Fehler geprüft werden. Diese computerunterstützte Datenerfassung ermöglicht die Arbeit mit Inves ohne spezielle EDV-Erfahrungen.

- Spezifische, und individuelle Eigenheiten, Vorschriften und Konditionen des Anwenders können durch Parametersteuerung berücksichtigt werden.

- Die Inves-Moduln sind aufeinander abgestimmt und integriert. Dadurch ist gewährleistet, daß einmal erfaßte Daten mehrfach genutzt werden können.

- Eine umfangreiche Dokumentation sowie Einarbeitung und Schulung wird gewährt.

- Inves ist mandantenfähig, wodurch die Verarbeitung für mehrere Filialen oder Niederlassungen möglich ist.

- Inves ist portabel und kann auf mehreren EDV-Anlagen, wie etwa IBM /34, /38, Wang VS, Prime 250850, Nixdorf 8870/G, HP 3000, eingesetzt werden.

Aus der R+S-Softwarepalette hervorzuheben ist das Paket Inves-K Kosten- und Deckungsbeitragsrechnung, meinen die Münchener und begründen: Dieses modular aufgebaute Kostenrechnungs-System auf der Grundlage der Deckungsbeitragsrechnung bietet durch

- Parametersteuerung für die individuelle Steuerung der Verarbeitung,

- Mandantenfähigkeit (bis zu 99 verschiedene Unternehmen),

- variable, frei wählbare Bildschirmtexte, Fehlertexte sowie Überschriften in den Auswertungen (auch in Fremdsprachen) sowie

- variable Formeleingabe für die Kostenträgerrechnung

einen universellen Einsatz im In- und Ausland. Durch seine Flexibilität beherrscht Inves-K

- flexible Plankostenrechnung,

- Ist-Kostenrechnung,

- Kostenträgerabrechnung,

- Deckungsbeitragsrechnung,

- Profitcenterabrechnung,

- Vor- und Nachkalkulation sowie

- kurzfristige Erfolgsrechnung, und zwar zu Vollkosten, Voll- und Teilkosten oder Teilkosten.

Darüber hinaus stehen dem Anwender vier verschiedene Möglichkeiten der internen Leistungsverrechnung zur Verfügung, darunter auch das Interdependenzverfahren zur verursachungsgerechten Verteilung der Kosten und zur völligen Entlastung der Hilfskostenstellen.

Ein weiterer Vorteil ist für R+S der innerhalb 99 Zeilen völlig variable Aufbau von

- Kostenstellen-Soll-/Istvergleich,

- Kostenträgerrechnung und

- Kostenträger Soll-/Istvergleich.

Dies betrifft sowohl die Zeilenanzahl als auch die Bezeichnungen und die Ermittlung von Zwischensummen und Summen.

Diese Flexibilität in Verbindung mit der variablen Formeleingabe für die Kostenträgerrechnung ermöglicht dem Anwender im Kostenträgerbereich nach R+S-Darstellung ein Abrechnungsspektrum, das von der Zuschlagskalkulation über eine kurzfristige Erfolgsrechnung bis zur Stückkalkulation reicht. Durch diese Formeleingabe bestimmt der Anwender, was und wie zu rechnen ist, wobei je Zeile zehn Formeln á neun Rechenschritte, also 90 Rechenoperationen zur freien Verfügung stehen.

Die variable Rechenformeleingabe ist eine von R+S neu entwickelte Software-Technologie, die dem Benutzer eine individuelle Kostenträgerrechnung ohne Anpassungsprogrammierung ermöglicht, unterstreichen die Münchener.

R+S will mit diesem Paket Unternehmen, die nach modernen Kostenrechnungsmethoden suchen, zur Plaut-Kostenrechnung eine Alternative bieten (Organisation Plaut, Lugano).

Inves für den ausländischen Einsatz

An Vorteilen dieses Pakets nennt R+S beispielsweise die transparente Organisation, die einfache Einführung ohne Änderung der vorhandenen Betriebsorganisation und die moderne Dateiorganisation. Die Pakete Kostenrechnung und Finanzbuchhaltung können bei Großunternehmen oder Konzernen in einer Auslandsversion ebenfalls eingesetzt werden. Der Vorteil dieser Software liegt darin, daß die Bildschirmtexte, Fehlertexte sowie Überschriften in den Auswertungen variabel sind und somit auch in jeder beliebigen Sprache angegeben werden können - so die Angabe von R+S und weiter:

Aus diesem Grunde eignen sich die Programme besonders für Konzernunternehmen, die im Ausland mit der gleichen Hardware wie auch mit gleicher Software - arbeiten, jedoch bei den Anwenderprogrammen die jeweilige Landessprache benutzen wollen. Zu den ausländischen Anwendern von R+S-Software gehören Firmen wie Strabag Bau AG und Gutehoffnungshütte AG (Einsatz der Programme in Tochtergesellschaften in Venezuela, Indonesien, Irak, Nigeria etc.).

Kosten- und Leistungsrechnung im Krankenhaus

Als Neuentwicklung offeriert R+S "Koler/34", ein Softwarepaket für Krankenhäuser und Kliniken mit Kosten- und Leistungsrechnung für die Krankenhausverwaltung.

Dieses neue Softwarepaket trägt nach Angaben der Münchener der KHBV (Krankenhaus-Buchführungsverordnung) vom 10. 4. 1978 Rechnung, die die Krankenanstalten dazu zwingt, kosten- und leistungsbewußter zu wirtschaften. Es ermögliche die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften mit vertretbarem Aufwand und fördere das Kostenbewußtsein im Krankenhaus, das gerade wegen der Kostenexplosion im Gesundheitswesen eine zwingende Notwendigkeit darstelle.

Koler/34 ist dialogorientiert und wurde für das System IBM /34 entwickelt. Eine Umstellung auf weitere EDV-Systeme ist geplant. Den Leistungsumfang dieser Software skizziert R+S folgendermaßen:

Die Leistungen im Krankenhaus werden hauptsächlich manuell gesammelt und periodenweise maschinell erfaßt. Einzelleistungen können wie innerbetriebliche Leistungen auch durch Dialogprogramme erfaßt werden.

Die Umlagedaten und -verfahren für die Kostenumlage können individuell von Verwaltungs- und Kostenstellenverantwortlichen bestimmt werden. Um zu sachgerechter Verteilung zu kommen, können die Umlageverfahren nach den organisatorischen Gegebenheiten des Anwenders ausgewählt werden. Die möglichen Kostenumlageverfahren sind

- direkte Umlageverfahren zwischen zwei Kostenstellen,

- Kostenumlage unter mehreren Kostenstellen in Prozent,

- Umlage aufgrund fixer und statistischer Daten,

- Umlage aufgrund bewerteter Leistungen und

- Umlage aufgrund der Summen ausgewählter Direktkosten.

Als Führungsunterstützung dienen sollen die von Koler/34 periodenweise erstellten Ergebnisse und Analysen, wie Kostenartenanalyse, Kostenstellenberichte, Leistungsanalyse, Ergebnisrechnung und Ergebnisvoraussagen. Eine Krankenhausübersicht, die periodisch erstellt werden kann, enthält die Daten des Selbstkostenblattes des Krankenhauses, das auch die Analyse der Kosten und Erträge durch Bezugsmengen beinhalten kann.

Die Kostenrechnung berücksichtigt den Unterschied zwischen pflegesatzrelevanten und -nichtrelevanten Kosten. Die Auswertungen beinhalten ebenso die Unterscheidung zwischen Primär- und Sekundärkosten. Die Ergebnislisten spiegeln verursachungsgemäß die Bewegung der Erlöse getrennt im ambulanten und stationären Bereich.

Kostenbewußtsein, als Maßgröße

Durch die Parametersteuerung können, wie R+S erläutert, die individuellen Bedürfnisse der Anwender berücksichtigt und eine Weitgehend individuelle Kostenstellenrechnung aufgebaut werden. Der Benutzer legt beispielsweise die Struktur und Zeilen des Selbstkostenblattes, die Bezugsmengen und Verfahren zur Kostenumlage oder die Bezugsmenge zum Kostenstellenblatt und seiner Analyse fest; das System prüft gleichzeitig alle Eingaben auf logische Fehler und rechnet die Umlage und die Summen der ausgewählten Parameter entsprechend aus.

Die Einführung von Koler/34 kann stufenweise erfolgen, oder wie R+ S es ausdrückt: entsprechend den organisatorischen Gegebenheiten sowie wachsendem Kostenbewußtsein im Krankenhaus. Koler/34 und Inves-F34 laufen seit Anfang 1981 in acht Krankenhäusern.

R+S - so eine Absichtserklärung der Münchener - will durch portable und universelle Anwendersoftware die Wirtschaftlichkeit des EDV-Einsatzes erhöhen, vor allem deshalb, weil durch die steigenden Personalkosten die individuelle Softwareerstellung für den größten Teil der kommerziellen Anwender nicht mehr tragbar ist.

Informationen: R+S Software-Systeme GmbH, Ingolstädter Str. 62, 8000 München 45, Tel.: 089/ 3 11 10 31

Auf der SYSTEMS: Halle 19, Stand 20016