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15.09.1988 - 

Technik-Einsatz forciert Weiterbildungsmaßnahmen:

Kollege Computer wird zunehmend akzeptiert

KÖLN (CW) - Computergesteuerte Arbeitsmittel setzen sich in der Bundesrepublik immer mehr durch. Nur neun Prozent der Arbeitnehmer lehnen den Rechner als Arbeitsmittel ab. Zudem erhalten Weiterbildungsmaßnahmen durch den verstärkten Technikeinsatz einen großen Schub nach vorn, lautet das Fazit einer Umfrage bei 26 000 berufstätigen Arbeitnehmern.

Die 1985/86 durchgeführte Untersuchung wurde vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit (IAB) initiiert. Inzwischen ist, so die Nürnberger Experten, die Beteiligung an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen noch stärker gestiegen. Im Jahr 1985/86 haben 21 Prozent aller Arbeitnehmer hauptsächlich oder überwiegend mit programmgesteuerten Arbeitsmitteln (DV-Anlagen, Textsystemen, CNC-Werkzeugmaschinen, flexiblen Fertigungssysteme) gearbeitet - 1979 waren es erst 14 Prozent. Vor allem im Bereich Banken- und Versicherungen, in der Energiewirtschaft, im Bergbau sowie in der öffentlichen Verwaltung konnte sich die Technik immer mehr durchsetzen.

Rund 80 Prozent der befragten Mitarbeiter von "modernen Arbeitsplätzen" gaben an, mit ihrer DV-unterstützten Tätigkeit zufrieden zu sein. Ganze neun Prozent wollten zu ihrem alten Arbeitsstil zurückkehren. Die Akzeptanz ist umso größer, je mehr die Mitarbeiter an der Vorbereitungsphase beteiligt waren. Eine wichtige Rolle für die Zufriedenheit spielten ferner die Weiterbildungsmaßnahmen.

Arbeitsplätze, die mit neuen Techniken ausgestattet sind, stellen qualitativ höhere Anforderungen an die Mitarbeiter. So haben 76 Prozent aller Arbeitnehmer, die mit dem Computer zu tun haben, eine abgeschlossene Berufsausbildung. Auch in der Allgemeinbildung ist ein höheres Niveau zu verzeichnen: 60 Prozent besitzen die mittlere Reife oder Abitur.

Bei der beruflichen Weiterbildung erhielten 16 Prozent der Befragten ihr Know-how in externen Kursen, 35 Prozent wurden während der Einarbeitungsphase am Arbeitsplatz ausgebildet. Viele Mitarbeiter, die bereits an Seminaren teilgenommen haben, wollen ihre DV-Kenntnisse künftig weiter verbesseren. Seit den Jahren 1985/86, als die Untersuchung abgeschlossen wurde, hat die berufliche Weiterbildung in der Bundesrepublik einen regelrechten Boom erlebt. 1987 haben erstmals über 300 000 Teilnehmer an den Veranstaltungen teilgenommen.

Darunter ist die Zahl der Arbeitnehmer, die sich an den Seminaren über die sogenannte Anpassungsbildung beteiligten, kräftig gestiegen - von 81 000 im Jahre 1980 auf rund 181 000 im Jahr 1987. Dies entspricht einer Steigerung um fast 124 Prozent.