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26.07.1996

Kolumne/"Zentraler DV-Gedanke ohne den Mainframe"

Jede Bewegung erzeugt eine Gegenbewegung. So ist es nur folgerichtig, wenn auf die Dezentralisierungsbemühungen der vergangenen Dekade jetzt ein Trend zur Rezentralisierung in der DV-Organisation folgt. Internet, Intranet, Zugriffssicherheit auf immer größere Datenmengen (Data-Warehouse) und die Schwierigkeiten, heterogene Umgebungen zu managen, sind Stichworte, die von den Befürwortern einer erneut zentralen DV ins Feld geführt werden.

Darunter verstehen die meisten der "Zentralisten" allerdings nicht das, was IBM-Chef Louis Gerstner anläßlich der letzten Herbst- Comdex in Las Vegas als Network Centric Computing verkündete. Er stellte als Server getarnte Mainframes und Hochgeschwindigkeitsnetze in den Mittelpunkt und degradierte den PC als abgespecktes Endgerät zur Randerscheinung.

Dem neuen Rezentralisierungsgedanken geht es nicht um die Wiederbelebung des alten, proprietären Mainframe-Modells. Er resultiert vielmehr aus der Einsicht, daß heterogene Umgebungen, in denen verschiedene Server die unterschiedlichsten Funktionen erfüllen und wo diverse Netzwerkprotokolle und -topologien, Betriebssysteme sowie zahlreiche Clients betreut werden müssen, nur zentral zu steuern und zu verwalten sind - eine klassische Aufgabe für die DV-Abteilung.

Damit soll kein Wasser auf die Mühlen der Ewiggestrigen gegossen werden. Dezentrale Strukturen existieren und werden weitere Anhänger finden nur müssen sie von einer für alle DV-Belange verantwortlichen Instanz kontrolliert werden. Die in den vergangenen Jahren entwickelten Technologien dürfen nicht mehr losgelöst von den unternehmenskritischen Anwendungen zum Einsatz kommen. Sie müssen - wenn auf Eignung geprüft und für gut befunden - zum Bestandteil der DV-Strategie werden. Dabei ist gleichgültig, ob es sich um Client-Server-Architekturen, Standardsoftware, objektorientierte Programmierung, Componentware, Internet oder Intranets handelt.

Existiert keine zentrale DV-Verantwortung in einem Unternehmen, können die aus dieser Technik resultierenden vielfältigen Aufgaben nicht bewältigt werden.