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02.12.1994

Kombination von Dect- und GSM-Telefonie Bruessel will Mobilfunkmarkt ab 1996 dem Wettbewerb ueberlassen

BRUESSEL (CW) - Die EU-Kommission macht erneut Tempo in Sachen Mobilkommunikation. In einer zur Beschlussfassung an den Ministerrat und das Europaeische Parlament weitergeleiteten Entschliessung hat die Bruesseler Behoerde eine vollstaendige Liberalisierung des Mobilfunkmarktes zum 1. Januar 1996 gefordert.

Die EU-Kommission hatte bereits im vergangenen April einen zuegigeren Kurs bei der Mobilfunk-Liberalisierung angemahnt und stuetzt, wie in Bruessel bekannt wurde, ihre juengste Mitteilung auf das Ergebnis umfangreicher Konsultationen mit mehr als 250 Unternehmen, Organisationen und Netzbetreibern. Der nun in einem Aktionsplan zusammengefasste Forderungskatalog soll daher nach den Vorstellungen der Kommission rasch in einen ordnungspolitischen Rahmen fuer die Bereiche Mobilkommunikation und Personal Communications muenden.

In ihrer Entschliessung fordert die Kommission fuer den Mobilfunkmarkt die volle Anwendung der in der Gemeinschaft geltenden Wettbewerbsregeln zum 1. Januar 1996. Ferner soll nach Angaben des Wirtschafts-Informationsdienstes "vwd" bis zu diesem Zeitpunkt ein Verhaltenskodex fuer Diensteanbieter aufgestellt und der Zugang zur Schnurlos-Telefonie auf Dect-Basis sowie Kombinationen von Dect mit Techniken beziehungsweise Standards wie GSM und DCS 1.800 erleichtert werden. Ausserdem sieht der Aktionsplan die Aufhebung von Beschraenkungen fuer die Nutzung alternativer TK- und Kabelfernseh-Uebertragungswege bei der Bereitstellung von Mobilfunk- und Personal-Communications-Diensten vor.

Gleichzeitig plaediert die Kommission dafuer, dass Betreibern von Mobilfunknetzen vom 1. Januar 1998 an gestattet werden soll, oeffentliche Sprachdienste ueber Festnetze anzubieten. Die Mobilkommunikation ist, wie EU-Industriekommissar Martin Bangemann bei der Vorstellung des Aktionsplanes betonte, der momentan am schnellsten wachsende Bereich in der Telekommunikation. So wuerden derzeit in Europa mehr als elf Millionen Kunden ein zellulares Mobiltelefon benuetzen. Allein in Deutschland seien dadurch rund 30000 neue Arbeitsplaetze entstanden.