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31.07.1987 - 

PM - catch as catch can

Kommentar

31.07.1987

Man könnte fast glauben, für die DV-Industrie sei der Kunde wieder König, so verlockend nehmen sich auf den ersten Blick die Angebote auf dem amerikanischen Wartungsmarkt aus. Hierzulande mag sich mancher kostenbewußte DV-Leiter Solche Verhältnisse herbeiwünschen. Man stelle sich vor: Der Techniker kommt, nicht um vier, sondern erst um halb fünf, und schon fällt im nächsten Monat die Zahlung an das Serviceunternehmen unter den Tisch. Da freut sich doch der Chef über seinen sparsamen Computermann!

Dummerweise hat das System so scharfe Fußangeln, daß man nur hoffen kann, daß derartige Fallenstellertricks nicht auch bei uns um sich greifen. Denn das TPM-Unternehmen macht mit der scheinbar großzügigen Schadenersatzklausel nur sein Risiko kalkulierbar: Ob der Nothelfer nur eine Viertelstunde zu spät zur Stelle ist oder einen ganzen Tag, kommt sich nämlich für den Dienstleister gleich - für den Anwender nicht. Passiert ihm dieses Malheur, getreu Murphy's Law, mehrmals, ist durch den Ausfall des Rechners mehr Geld zum Teufel, als mit dem billigen Wartungsvertrag einzusparen war. An einer Prüfung, ob der TPM-Anbieter wirklich so zuverlässig ist wie der betreffende Hersteller, führt kein Weg vorbei.

Daß in den USA derzeit ein so erbitterter Kampf um die Klienten tobt, liegt an der miserablen Entwicklung des Hardwaremarkts in den vergangenen zwei Jahren. Eine ganze Reihe von Herstellern entdeckte die Marktlücke "Wartung" als neue Einnahmequelle - schließlich wußten alle, wie leicht damit bei den eigenen Kunden sicheres Geld zu verdienen war. Zielstrebig visierten sie in erster Linie die größte Installationsbasis des Marktes an: die der mittleren IBM-Systeme. Selbst die große NCR preist seit kurzem ihre Dienste in der Wartung von /36- Rechnern an.

Der verschärfte Wettbewerb hilft nun den Anwendern: Die Tarife sinken. Aber die Industrie ist auf die Rendite aus diesem Geschäft angewiesen. Da kann man nur hoffen, daß nicht eines Tages, um den Profit zu retten, am Personal gespart wird - und damit an der Qualität.