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17.08.1984

Kommentar

17.08.1984

Geheime Verführer

Noch immer verstehen sich Softwerker mehr als Techniker mit kreativem Touch denn als gestandene Kaufleute. Professionelles Software-Marketing jedenfalls ist in deutschen Landen noch nicht die Regel.

Die Problemkreise allerdings lassen sich recht trennscharf eingrenzen. Da ist zum einen zwar die Zielgruppendefinition vorhanden - der realisierbare Umsatz aber deckt die Entwicklungskosten häufig nicht ab. Die Folge: Ein an sich gut konzipiertes Programm wird verwässert.

Zum anderen hat Software die bemerkenswerte Eigenschaft, daß es sich um ein "erklärungsbedürftiges" Gut handelt. Und hier erst kommen die Probleme. Denn, mal ehrlich, welcher Befehls-Jongleur vermag - konkret und deutsch - informativ und klar darzulegen, was sein gedankliches Produkt kann und was nicht.

Den Werbeleuten geht's nicht besser.

Der Markt indes ist satt von flotten Sprüchen. Die Info ist gefragt, die Ehrlichkeit und nicht zuletzt der Sinn und Nutzen eines Kaufs.

Unfehlbarkeit wird vorgegaukelt, Fehlbarkeit wechselt den Besitzer. Dennoch, es geht auch anders, nämlich weg von falsch ausgelegten Sprüchen der "geheimen Verführer" hin zu echter Partnerschaft beim Business. Die Software ist ein viel zu wichtiger Bestandteil, als daß sie unter sprachlichem Unvermögen leiden sollte.

Umdenken - oder auch nachdenken - tut not: Technische Know-howler und Marketiers als alte Füchse sollten endlich die notwendige Symbiose finden. Überleben wollen und müssen schließlich beide.