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09.02.1996

Kommentar/Ein "Stand"ort als Markt

"Stand"ort Deutschland kann auch wortwoertlich verstanden werden im Sinne von "Nichts geht mehr". Immerhin eine Situation, die auf der Strasse zur Rushhour und in Ballungszentren zum Alltag gehoert. Auch deshalb ist immer haeufiger vom "Verkehrsinfarktrisiko" die Rede, und um Hysterie handelt es sich nicht, wenn solche Worte fallen. Schliesslich geht es um nichts Geringeres als einen "moeglichst reibungslos funktionierenden Verkehr auf Strasse, Schiene, zu Wasser und in der Luft, eine Voraussetzung fuer einen florierenden Wirtschaftsstandort und fuer die Sicherstellung des Grundrechts auf freie Persoenlichkeitsentfaltung", wie der Muenchner Kreis im Vorwort seiner Agenda zum Kongress "Telematik im Verkehr" schreibt*.

Weg vom Verkehrsinfarktrisiko und hin zur Verkehrsinfrastruktur, da gibt es naemlich noch Spielraeume fuer Innovatoren: Moegen auch einem weiteren Ausbau des traditionellen Verkehrsnetzes enge Grenzen gesetzt sein, Telematik-Anwendungen koennten Kapazitaetsreserven mobilisieren. Ihren vollen Nutzen werden sie allerdings nur dann entfalten, wenn sie in ein "Integriertes Verkehrs-Management" eingebettet sind, - gestern noch Vision, heute bereits akzeptierte Zielvorgabe, doch

so viele Mitwirkende,

- uebernationale Gremien, Politiker, Logistikanbieter, Speditionen, ihre Kunden und und ...,

so viele Standards,

- die bekannten und die noch zu entwickelnden beziehungsweise weltweit durchzusetzenden, die die drahtlose Kommunikation erforderlich macht,

so viele Loesungen,

- Verkehrsleitsysteme, Fahrerkommunikationssysteme, Flotten-Management-Systeme, Ortungs- und Positionierungssysteme, Routenoptimierungssysteme etc.

Dieses Szenario mag fuer den Status quo in Deutschland und Europa noch gelten, wird er nicht ueberwunden, siehe oben: "Stand"ort Deutschland.

Aber - so hoffnungsvolle Marktwaechter - in den vergangenen Jahren wurden diese Probleme erkannt, zum Beispiel im Deutschen Verkehrsforum, einer hochkaraetigen Vereinigung von 250 Unternehmen. Auch scheint es durch Kooperation von Behoerden, Industrie und Hochschulen gelungen, eine Reihe von Loesungen speziell fuer die Verkehrsleittechnik zu strukturieren, europa- und sogar weltweit zu standardisieren und bis zur Einsatzreife zu entwickeln.

Fragt sich nur, wie marktreif diese Systeme wirklich sind. Der Markt, diese Frage ist beantwortet, waere reif dafuer.

*Der Kongress findet vom 14. bis 15. Februar 1996 im Europaeischen Patentamt in Muenchen statt.