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16.02.1996 - 

Server im Vergleich

Kommentar/Keine Atempause

Das scheint eine klare Angelegenheit zu sein: Datenbankanwendungen laufen in Client-Server-Umgebungen auf RISC-Systemen. So lautet zumindest das Ergebnis einer Untersuchung der Business Research Group aus Newton, Massachusetts. In ihrem Report "Client Server Database Servers" stellen die Autoren fest, dass 21 Prozent aller auf ihre Umfrage antwortenden IS-Manager ihre Daten RS/6000-Maschinen von IBM anvertrauen. Hewlett-Packard (HP), Sun Microsystems und die Digital Equipment Corp. (DEC) folgen mit je 15 Prozent auf den naechsten Plaetzen. Das sind satte zwei Drittel des gesamten Marktsegmentes. Eine komfortable Mehrheit fuer die RISC-Gemeinde, ein gemuetliches Ruhepolster. Denkste!

Die Analysten machten naemlich aus, dass mittlerweile bereits 24 Prozent der Daten in Client-Server-Umgebungen von PC-Maschinen bearbeitet werden. Gravierender noch ist folgende Tatsache: Gleich 80 Prozent der Antwortenden glauben, Intel-basierende Systeme seien robust genug und verfuegten ueber die noetigen Funktionen, um auch fuer den Betrieb von zeitkritischen Datenbankanwendungen zu taugen. RISC-Server haetten nur mehr in puncto Skalierbarkeit und Ausfallsicherheit Vorteile.

In diesem Zusammenhang ist auch von Interesse, dass zwar immer noch fast jeder zweite (47 Prozent) Unix als Betriebssystem der Wahl bei Client-Server-Datenbanken erachtet. Nur halb so viele User nutzen in solchen Anwendungsfeldern Netware oder Windows NT. 26 Prozent aller IS-Verantwortlichen, die den Fragebogen der Business Research Group beantworteten, beziehen aber das 32-Bit-Betriebssystem von Microsoft bereits in ihre IT-Planungen ein. Jeder dritte geht davon aus, NT auf Abteilungsebene zu nutzen oder doch zumindest schon einmal in Entwicklungsprojekten zu testen.

Als Gruende fuer das gesteigerte Interesse an NT gaben die DV-Manager die erwarteten niedrigen Kosten und die vergleichsweise einfache Implementation an. Ein nicht unwesentlicher Faktor sei ferner die Option, mit dem Betriebssystem gleich ganze Buendel von Anwendungssoftware mitgeliefert zu bekommen. Ohnehin liebten es Anwender, fuer ihre Datenbankanwendungen wie fuer die uebrigen Applikationen ein einziges Betriebssystem nutzen zu koennen.

In der Tat zeigen Befragungen bei Herstellern wie HP, DEC, SNI oder Sequent, dass Unternehmen zwar noch laengst nicht immer Intel-Rechnern unter einer Windows-Version ihre Daten anvertrauen. Der Trend zu Wintel-Servern (Windows/Intel) ist aber unverkennbar. Und wieder zaehlt auch das Argument, dass fuer diese Plattform ein Meer von Tools und Anwendungen existiert. Kein Grund also fuer die RISC-Anbieter, sich auf der sicheren Seite zu fuehlen.