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21.10.1994

Kommentar Was Client-Server noch fehlt

Client-Server ist aus den Kinderschuhen heraus. Widerstand erfaehrt das Konzept einer netzwerkbasierten DV ohne eigentlichen Mittelpunkt, vielmehr mit wechselnden Gravitationsfeldern, nur noch aus der Ecke der traditionellen DV-Anbieter, die ihre Mainframe-Parks schuetzen wollen - Beschwichtigungsversuche, wie man sie immer wieder erlebt, wenn jemand von eigenen Versaeumnissen ablenken will.

Die Mainframer hatten 20 Jahre Zeit - so lange gibt es den Mikroprozessor naemlich schon -, eine flexible, benutzernahe Informationstechnik zu gestalten - das Altlastenproblem kann nicht mehr als Entschuldigung gelten.

Man sollte jedoch die Client-Server-Rallye nicht mit einem Formel- 1-Rennen vergleichen. Gut Ding will Weile haben. Auch Mainframe- Metropolis wurde nicht an einem Tag erbaut. Wer mit vermeintlich hoeheren Kosten kommt, hat den Innovationsprozess nicht verstanden.

Doch genug argumentiert. Die Client-Server-Projektleiter und

-Entwickler bei den Anwenderfirmen wollen Werkzeuge sehen. Es wird ja nicht geleugnet, dass die Infrastruktur einer Host-zentrierten DV robuster, simpler und damit fehlertoleranter ist, was einfacheres System-Management erfordert.

Hier haben die Anbieter von Client-Server-Software noch sehr viel zu tun, um den von den Mainframes gesetzten Standard zu erreichen, wobei sich die Aufgabe - was man ihnen zugute halten muss - wesentlich schwieriger darstellt. Verstecken muessen sie sich mit ihren Werkzeugkaesten nicht mehr, wie unsere Marktuebersicht "Client-Server-Tools" auf den Seiten 52 bis 56 zeigt.

Viele der aufgefuehrten Entwicklungs-Tools demonstrieren die Aussteller der Kongressmesse "Client Server World", die am 22./23. November in Muenchen stattfindet (Seite 66). Auf dem Kongress berichten Anwender ueber ihre Erfahrungen. Die Liste der Referenzfirmen, die im Rahmen der "Client Server World" ihre C/S- Projekte vorstellen, enthaelt illustre Namen: BASF, Deichmann Gruppe, Draegerwerk, Eduscho, Kaufring, Kraftverkehr Nagel, Kuesters Maschinenfabrik, Lufthansa, Pro 7, SKW Trostberg und Schweizerische Bankgesellschaft. Bemerkenswert an der Veranstaltung ist die Tatsache, dass herstellerneutral informiert wird.

Anwenderberichte enthaelt auch dieser Schwerpunkt. Bei Telenorma werden Mainframe-Daten auf Client-PCs vor Ort gebracht (Seite 64); eine Verwaltungsbehoerde fuehrt Groupware ein (Seite 68); bei einem Mac-Distributor wurde R/3 um eine kundenindividuelle Faxloesung erweitert (Seite 72). Client-Server ist aus den Kinderschuhen heraus.