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28.09.1979 - 

Von Commodore bis Kiss:

Kommerz im PersonaI-Computing

MÜNCHEN (cw) - Die Personal-Computer-Hersteller bieten mehr und mehr kommerzielle Software an, so zum Beispiel auch für die Textverarbeitung, die Finanzbuchhaltung etc. Die Speicherkapazitäten werden höher. Auch technische wissenschaftliche Programme tauchen hie und da auf. Auffallend immer noch die in Deutschland entwickelten Kiss I, II und III noch ein "klassischer Hobbycomputer", die größeren Geschwister schon "kommerzielle Kleinsysteme". Hier ein wesentlicher Ausschnitt aus dem Angebot, das auf der SYSTEMS präsent war.

Commodore

Commodore, Neu Isenburg, zeigt keine neue Hardware, aber umfangreiche Software, wie zum Beispiel ein Textverarbeitungsprogrammm, Fakturierung, Adreßerfassung etc. Das bedeutet, daß Commodore mit diesen Programmpaketen hauptsächlich den kommerziellen Anwender ansprechen möchten, dem deutschen Markt entsprechend. Auch für die technische Anwendung ist ein Programmpaket "Statik" zu haben.

In den nächsten Tagen wird ein neuer Commodore-Software-Katalog auf den Markt kommen, der für den kommerziellen Bereich interessante Angebote aufweist, wie zum Beispiel auch eine komplette Finanzbuchhaltung.

Tandy

Tandy, Düsseldorf, wartet mit völlig neuer Software auf, der Anwendungsbereich ist im wesentlichen im kommerziellen Bereich zu finden, so wird zum Beispiel ein komplettes Ärzteabrechnungsprogramm angeboten, bei dem die Patientendaten eingegeben und jederzeit nach verschiedenen Kriterien wieder herausgesucht werden können. Selbstverständlich gehört dazu die Honorarabrechnung beziehungsweise die Kassenabrechnung.

Das Programm ermöglicht die komplette Lagerverwaltung einschließlich der Berechnung der optimalen Lagermenge. Als Ausgabe, können zum Beispiel jederzeit Inventurlisten, Bestellisten oder Listen zur Disposition abgerufen werden.

Auch hier ist die Finanzbuchhaltung komplett vorhanden. Bis zu 1830 Buchungen können pro Monat vorgenommen werden; zur freien Verfügung stehen 300 Konten; die Bilanzerstellung dauert bei voner Ausschöpfung der Konten und Bewegungen zirka 20 bis 30 Minuten. Damit dürfte dieses System für den mittelgroßen und kleinen Anwender von, besonderem Interesse sein, wenn man bedenkt, daß zur Bilanzerstellung meist mehrere Tage benötigt werden.

Für Architekten steht zum Beispiel ein Software-Paket zur Wärmeberechnung von Räumen und Häusern zur Verfügung. Gearbeitet wird jetzt an einem Adreßverwaltungsprogramm sowie an einer kleinen Lagerführung und an statistischen Programmen. In den nächsten 1 Monaten wird aus den USA ein neues System nach Deutschland ausgeliefert werden mit der Bezeichnung Tandy Modell 2; der Vorteil dieses Systems ist vor allen Dingen eine größere Speicherkapazität (bis 512 K) dazu 4 Floppy-Disks im direkten Anschluß mit der Zugriffskapazität 2 MB.

NEC Electronics

NEC Electronics GmbH Düsseldorf, stellt einen Personal-Computer, Typ PC 8001, erstmalig in Deutschland vor.

Das System kommt direkt aus Japan und kostet komplett 2000 Mark ohne Monitor. Ein Fernsehgerät ist über einen Modulator jederzeit anschließbar. Die Standardversion verfügt über ein ROM von 24 K; der frei programmierbare Speicher hat eine Kapazität von 16 K. Beide Bereiche sind über 32 K erweiterbar.

Anschlußmöglichkeiten für Drucker und Kassette sowie für zwei weitere Monitoren sind vorhanden.

Die Programmiersprache ist Basic; Softwaregrogramme sind in englischer Sprache vorhanden; deutsche Software ist geplant.

EMK Electronic

EMK Electronic Processoren Kleincomputer GmbH, Mannheim, bietet die Systeme KISS-1, KISS-2, KISS-3 an. Diese Systeme sind auf der Basis des 80/80 und 80/85 in Deutschland entwickelte Mikrocomputersysteme.

KISS-1 wird als Hobbysystem bezeichnet; angeschlossen werden kann jeder handelsübliche Kassettenrekorder und jedes handelsübliche Fernsehgerät. Verschiedene Spielprogramme wie zum Beispiel Schach, Dame, Mühle etc. sind vorhanden. Das System kostet 3600 Mark.

KISS-2 wird als Personal-Computer oder kommerzielles Low-cost-system bezeichnet. Das System verfügt über 2 Mini-Floppy-Laufwerke und eine Anschlußbuchse für jedes handelsübliche Fernsehgerät. Bei einer Kapazität von 48 KB mit einem Mini-Floppy kostet das System 4950 Mark.

KISS-3 wird als kommerzielles Kleinsystem bezeichnet mit 2 Mini-Floppy-Laufwerken, einem hochwertigen 12-Zoll-Monitor mit 24 x 80 Zeichen und einem dazugehörigen Drucker, der von plotterfähig ist und dabei den Vorteil hat, die Schrift nicht in Matrix-Form, sondern in Schreibmaschinenqualität auszugeben. Kommerzielle Programme sind in der Entwicklung; das Textverarbeitungsprogramm läuft. Der Preis für das System ohne Drucker einschließlich Bildschirm beträgt 7650 Mark. Der Drucker kostet 5950 Mark.