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29.09.2000

Kommerzielle Perl-Tools

Die Verbreitung von Perl beschränkte sich lange auf Unix. Dort nutzen Programmierer vornehmlich "vi" oder "emacs" als Editoren. Microsoft unterstützte die Firma Activestate (http://www.activestate.com) bei der Portierung von Perl auf Windows. Die Sprache unterliegt auch dort der offenen "Artistic License". Das kanadische Unternehmen will - wie bei Open Source häufig der Fall - durch Zusatzprodukte verdienen und bietet komfortable Entwicklungswerkzeuge an, wie sie unter Windows nachgefragt werden.

Schon länger auf dem Markt befindet sich das "Perl Dev Kit", das mittlerweile in der Version 2.0 vorliegt. Es umfasst einen grafischen Debugger, der auch entfernt ablaufende Perl-Programme inspizieren kann. Mit dabei ist auch der Compiler "Perlapp", der aus Scripts exe-Dateien erzeugen kann. Eine Reihe weiterer Tools erlaubt die Integration von Perl mit Microsofts Komponentenmodell "COM".

Die Gates-Company hat im Rahmen ihrer .NET-Pläne Perl als eine der unterstützten Sprachen genannt. Mit der Umsetzung von Perl.NET sowie Python.NET ist erneut Activestate betraut. Die Kanadier arbeiten zudem an Plug-ins für "Visual Studio .NET", die Perl und Python unterstützen. Mit "Komodo" schließlich verfolgt die Firma das ehrgeizige Projekt einer vollständigen Entwicklungsumgebung für Perl- und Python-Scripting, die auch unter Linux ablaufen soll und auf dem Mozilla-Framework beruht.

Als weiterer Anbieter von Perl-Tools gab Solutionsoft (http://www.solutionsoft.com) kürzlich die Version 2.0 ihrer Entwicklungsumgebung "Perlbuilder" bekannt. Sie umfasst einen grafischen Editor, der unter anderem Syntaxprüfung, einen Sub-Routinen-Navigator und unbegrenztes Rückgängigmachen von Änderungen bietet. Zu Perlbuilder gehört auch ein integrierter Debugger sowie eine CGI-Schnittstelle, so dass CGI-Scripts auch ohne Web-Server in der Entwicklungsumgebung gestartet und getestet werden können. Die Version 2 läuft unter Windows und Linux.