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11.12.1974 - 

Minicomputer-Show

Kommerzielles System von Digital

Das in USA bereits eingeführte und mehrfach installierte System DDS 340 wurde auf der Frankfurter Minicomputer-Show das erstemal im praktischen Einsatz gezeigt. Der Marktführer im Minicomputer-Geschäft zeigte noch vor der offiziellen Ankündigung des kommerziellen Systems den praktischen Einsatz: Die Erfassung der Besucherdaten per Bildschirm.

DEC will mit diesem System in den EDV-Markt für kleine und mittlere Unternehmen vordringen. Das kleinste System, die DS 340 beginnt bei 16 K-Byte-Kernspeicher, 2 Platteneinheiten mit 6,4 Millionen Bytes, einem Bildschirmterminal und einem Schnelldrucker mit 165 Z/sec.

Das Timesharing-System DDS 500 kann bis auf 224 K-Bytes-Kernspeicherkapazität erweitert werden. Bis zu 48 Bildschirm- oder druckende Terminals können auf max. 334-Millionen-Bytes-Plattenspeicherkapazität zugreifen. Hiervon ist für 32 Terminals simultane Verarbeitung gestattet.

Als weitere Peripheriegeräte werden von DEC Magnetbandeinheiten, Kartenleser, Schnelldrucker, Lochstreifengeräte sowie verschiedenartige Terminals genannt.

Ein Commercial-Operating-System (COS 300) bietet verschiedene Standard-System-Programme. Hierzu zählt neben einem Monitor für Programmsteuerung, verschiedenen Programmen für Datei-Handling die Programmiersprache Dibol. Eine Erweiterung der Basiskonfiguration DDS 340 läßt Forground-Background-Verarbeitung zu. Bis zu 6 Datenstationen können bei Datenerfassungs-Abfrage oder Änderung unabhängig auf die bestehenden Dateien zugreifen. Ein 7. Terminal kontrolliert im Background laufende Anwender-Programme.

Eine eigens entwickelte Programmiersprache für die Datenerfassung erleichtert die Dateneingabe über Bildschirmgeräte.

Eine typische Systemkonfiguration mit 32 K-Bytes-Kernspeicher, 2 x 3,2-Millionen-Wechselplattenspeicher, einer Bildschirmkonsole und einem Drucker mit 165 Z/ sec. kostet im Kaufpreis 126 000 DM. Hierin sind das Betriebssystem COS 300 und der Compiler für Dibol eingeschlossen.

DEC hat eigens für den Vertrieb des Systems den Bereich "kommerzielle Anwendungen" geschaffen. Um Anwendern der neuen Systeme ausreichende Softwareunterstützung bieten zu können, arbeitet DEC bei der Entwicklung kommerzieller Software mit verschiedenen Softwarehäusern zusammen. Dieses Konzept, so Horst Trageiser, Gruppenleiter des neuen Bereiches, hat sich bei anderen Computer-Herstellern bereits erfolgreich bewährt. Unser technologisches Know-how für Computersysteme ist unbestritten, bei der Entwicklung von Anwender-Software arbeiten wir nur mit erfahrenen Softwarehäusern zusammen.