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08.06.2001 - 

Componentware/Kommentar

Kommt der große Durchbruch?

Stefan Ueberhorst Redakteur CW

Seit Mitte der 90er Jahre haben sich Corba-kompatible Applikationen am Backend etabliert und inzwischen auch bewährt. Doch der mit der Objektorientierung einhergehende Gedanke von wiederverwendbaren, plattformunabhängigen Softwarebausteinen hat in der Unternehmenspraxis bislang kaum Einzug gehalten. Zwar unterstützt die Unified Modeling Language als weitgehend akzeptierter Standard die Entwicklung von Komponenten, die Spezifikation der Bausteine dagegen kaum. Gerade das wäre aber wichtig, will man sie etwa in Form eines Kreditkarten-Abrechnungssystems am Markt kaufen und als Dienstkomponente mit spezifizierter Schnittstelle und Architektur in einen Web-Shop integrieren.

Internet und E-Business fordern eine Entflechtung hochintegrierter Geschäftsabläufe hin zu lose gekoppelten Teilprozessen in Form von Services. Die Architekturen Enterprise Javabeans, deren bevorstehende Spezifikation 2.0 eine deutliche Erleichterung für Bean Provider verspricht, sowie Microsofts DNA, dessen Nachfolger .NET mit einem einheitlichen Programmiermodell lockt, haben Entwickler auf die Komponentenschiene gebracht. Von wiederverwendbaren, universell einsetzbaren Bausteinen kann aber noch nicht die Rede sein.

Alle Hoffnung liegt deshalb auf den "Web-Services", alle Branchengrößen führen das neue Schlagwort im Munde. Die normierende Wirkung des Internet zwingt selbst die ärgsten Rivalen zu einer gemeinsamen Sprache, die ihren Ausdruck in Techniken wie XML, WSDL und Soap findet. Dienstfähige Komponenten sollen im Netz angeboten, von einem Broker (UDDI) vermittelt und vom Nutzer unabhängig von dessen IT-Infrastruktur angesprochen werden können. Bleibt die Frage, ob diese Lingua franca nicht zu sehr von den Dialekten der bislang konkurrierenden Lager durchsetzt wird. Die Vorteile des Komponentenkonzepts kämen dann wiederum nur zum Teil zur Geltung.