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Mehr als 60 Städte und Gemeinden zählen bereits zur Kundschaft

Kommunallösung von Bull ist in den neuen Bundesländern gefragt

22.02.1991

KÖLN (bk) - Das Engagement in den neuen Bundesländern verläuft für die Kölner Bull AG bislang zufriedenstellend. Vor allem im Bereich der öffentlichen Verwaltungen konnte die Vertriebstochter der französischen Groupe Bull in jüngster Vergangenheit einige Großaufträge einheimsen.

Im Januar erteilte die Stadt Chemnitz der Bull AG einen Auftrag im Wert von 1,8 Millionen Mark. Aufgebaut werden soll eine ämterübergreifende informationstechnische Infrastruktur der Verwaltung. Wenige Wochen später entschloß sich die Landeshauptstadt Erfurt ebenfalls für die Kommunallösung der Kölner. Der Wert dieses Auftrages beläuft sich auf rund eine Million Mark. Last, but not least orderte in einer ähnlichen Größenordnung gerade auch die Stadt Gera "Bull Kommunal".

Die Kommunallösung der Bull AG basiert auf dem Rechner DPS 6000 mit dem proprietären Betriebssystem GCOS. Möglich ist aber auch die Umstellung auf Unix über Co-Prozessoren. Erläutert Bull-Pressesprecher Jörg M. Pläsker: "Der Trend zu Unix ist in den neuen Bundesländern augenblicklich noch nicht gegeben. Deshalb hat man sich zunächst für unsere proprietäre Lösung entschieden, sich aber die Option auf Unix-Umstellung vorbehalten." Die DPS 6000 ist derzeit der einzige Rechner von Bull, der diese Portierung erlaubt. Weitere Entwicklungen sind allerdings in Arbeit.

Das Softwarepaket "Kommunal" besteht aus 50 Einzellösungen, die sich laut Pläsker schrittweise zu einer integrierten Gesamtlösung mit einheitlicher Benutzeroberfläche ausbauen lassen. So will beispielsweise die Stadt Chemitz, die - so Bull - der bislang größte Kommunal Anwender in Deutschland sein wird , zunächst ihr Haushalts- Kassen-Rechnungswesen, das Einwohnerwesen, die Personalabrechnung und das Sozialwesen auf die neue DV umstellen . Darüber hinaus bietet das Paket unter anderem auch Module für den neuen Bundesländern bislang an den Kunden bringen konnte. Seit Mitte letzten Jahres haben sich nach Worten von Werner Sülzer, Vertriebs- und Marketing-Chef von Bull, schon 60 Städte und Landkreise für diese Anwendung entschieden. Bull sei damit Marktführer bei autonomen Lösungen, also Anwendungen, die nicht an ein Rechenzentrum angebunden sind. Im laufenden Jahr wollen die Kölner dieses Marktsegment das Ordnungs-, Steuer-, Bau-, Vermessungs-, Kultur- und Kfz-Wesen.

Mit dieser Kommunallösung generierte Bull laut Pläsker im vergangenen Jahr rund ein Drittel des Gesamtumsatzes in der Ex-DDR von 25 Millionen Mark. Sie gehört damit zu den erfolgreichsten Produkten, die Bull in weiter ausbauen. In den neuen Bundesländern, so glaubt Pläsker, besteht ein Potential von mehr als 200 Städten und Gemeinden, die mehr als I0 000 Einwohner zählen und somit als Zielgruppe in Frage kommen. "1991 visieren wir deshalb in diesem Segment einen Umsatz von 15 Millionen Mark an."