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10.04.1987 - 

Informationsverarbeitung und Kommunikation wachsen zusammen:

Kommunikations-Schrittmacher HP

In Hannover haben sowohl die CeBIT als auch die Industriemesse ihre Pforten wieder geschlossen. Eines ist bei beiden Messen besonders deutlich geworden: Die herstellerübergreifende und systemunabhängige Kommunikation über genormte Netze ist keine Zukunftsvision sondern Realität. Sonderschauen wie X.400, CeBIT Multi-NET und die MAP-Präsentationen im INTERMATIC-Leitzentrum setzten auf beiden Messen die neuen Schwerpunkte.

Auf beiden Messen wurde unter Beweis gestellt, daß Informationsverarbeitung und Kommunikation zusammenwachsen. Eine neue Dimension der Kommunikation eröffnete das CeBIT MultiNET mit der gemeinschaftlichen Demonstration internationaler Kommunikationsstandards durch eine große Anzahl von EDV-Anbietern. Erstmalig auf einer Messe zeigten die beteiligten Anbieter von EDV-Systemen und -Komponenten die Übertragung von Dateien und den Dialog mittels virtueller Terminals über ein gemeinsames Netz. Sie demonstrierten überzeugend den offenen, nicht systemabhängigen Kommunikationsverbund und stellten mit sehr unterschiedlichen Leistungsklassen und Betriebssystemen unter Beweis, daß solche Netzwerke sowohl im kaufmännisch/administrativen als auch im technisch/wissenschaftlichen Bereich eingesetzt werden können.

Auf dem X.400-Gemeinschaftsstand zeigten neben Hewlett-Packard 13 weitere bedeutende Computerhersteller und Postverwaltungen den Austausch von Informationen, Daten und Mitteilungen über Schnittstellen, die der CCITT-Empfehlung X.400 entsprechen.

Mit X.400 ist das Konzept der offenen Kommunikationssysteme nach dem OSI-Modell erstmals in diesem Umfang für elektronische Mitteilungen realisiert worden. X.400 macht es möglich, Informationen von Computer zu Computer zu senden, auch wenn es sich um Systeme unterschiedlicher Hersteller handelt, auch wenn diese Systeme in verschiedenen Ländern stehen. X.400 macht den Traum einer Welt der offenen Systeme zur Realität.

Das INTERMATIC-Leitzentrum zeigte im Zusammenhang den aktuellen Stand sowie künftige Wege im Bereich der Industrie-Automation auf. Auch hier haben 16 Aussteller und zusätzlich beteiligte Unternehmen zum ersten Mal auf einer Messe die Systemtechnik für die Produktionsautomatisierung praxisnah und im Zusammenhang demonstriert. Alle wichtigen Bausteine für die Fabrik mit Zukunft waren in das Leitzentrum integriert. Höhepunkt der gemeinsamen Präsentation war die reelle Kommunikation über ein offenes Breitbandnetz.

Neben der Beteiligung am INTERMATIC -Leitzentrum zeigte Hewlett-Packard in Zusammenarbeit mit INI/Ungermann Bass eine MAP-Anwendung auf der Basis MAP 2.1. Demonstriert wurde im Hinblick auf die fortschreitende MAP-Normung die MMS-Schnittstelle (Manufacturing Message System) als Applikationsentwicklung.

Die Beteiligung von Hewlett-Packard an all diesen herstellerübergreifenden Gemeinschaftspräsentationen dokumentiert die Schrittmacher-Funktion. Integrierte Informationsverarbeitung gründet sich bei Hewlett-Packard auf eine herstellerübergreifende Netzwerkarchitektur, deren Basis durch internationale Standards und Normen repräsentiert wird, auf die Einbindung von Personal Computern sowie auf modulare Hard- und Softwarekomponenten.

Für die Integration von Computer- und Sprachkommunikation sind durch die Verbindung des digitalen Kommunikationssystems 12 B der SEL AG mit der Rechnerfamilie HP 3000 weitere wichtige Voraussetzungen geschaffen und demonstriert worden. Insbesondere im Hinblick auf die Nutzung künftiger Dienste der Bundespost wie ISDN ist die digitale Sprachvermittlung ein wichtiger Bestandteil für die Realisierung integrierter Inforrnationssysteme.

Unter diesen Aspekten kann behauptet werden, daß die beiden Messen in Hannover etwas vorangetrieben haben: sie haben den Beweis erbracht, daß die herstellerübergreifende Kommunikation über unterschiedliche Systeme heute bereits zur Realität geworden sind. Zum ersten Mal konnten sich Messebesucher davon überzeugen. Außerdem konnte Hewlett-Packard seine Führungsrolle und die Richtigkeit seiner offenen Netzwerk-Konzeption bestätigen.