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26.11.2004

Kompaktere und leisere PCs

Personal Computer nach dem neuen Formfaktor BTX von Intel sollen die mit den ATX-Standard ablösen.

BTX, Balanced Technology Extended, soll den 1995 eingeführten und seither unveränderten Industriestandard ATX ablösen. Bei der Entwicklung bestand das Ziel, einige der ATX-Probleme aus der Welt zu schaffen. Das ist insbesondere die zunehmende Hitzeentwicklung der immer leistungsfähigeren Systemkomponenten wie Prozessor und Grafik-CPU, die eine starke und prompt entsprechend laute Kühlung erfordern.

Bei BTX befinden sich die leistungsstarken Komponenten in einer Reihe. Somit kann sie die kühlende Luft, die von der Vorder- zur Rückseite des Rechnergehäuses strömt, gleichmäßig umfließen. Die spannungsregulierenden Komponenten für den Prozessor und seinen Sockel verfügen dabei über eine verbesserte Hitzeableitung. Der geringere Luftwiderstand reduziert die Anzahl der Lüfter und ihre Umdrehungsgeschwindigkeit. Das führt zu einer niedrigeren Geräuschentwicklung.

Das BTX-Layout schafft mehr Platz für die Stromversorgung des Prozessors und verringert die Komplexität der Leiterbahnen vom Speicher-Controller zum Speicher sowie vom I/O-Controller zu den rückwärtigen I/O-Anschlüssen. Dies bringt weitere thermische Vorteile und führt dazu, dass die Systeme weniger Komponenten benötigen. Motherboards werden billiger. Ein weiterer Faktor ist, dass BTX durch die hohe Luftzirkulation mit einfacheren Wärmeleittechniken auskommt. Die Kühler könnten preisgünstiger ausfallen.

Intel beginnt derzeit mit der Auslieferung von BTX-Desktop-Komponenten. Dazu gehören "boxed" Prozessoren mit BTX-kompatibler Kühlung einschließlich verschiedener Pentium-4-Prozessoren mit Hyperthreading-Technik. Zusätzlich wird ein sehr kompaktes BTX-Motherboard mit der Bezeichnung "Intel Desktop Board D915GMH" in zwei Ausstattungsvarianten für Home- und Office-PCs angeboten. Die Produkte stehen weltweit allen Kunden der Intel-Vertriebskanäle zur Verfügung, so dass nun im Prinzip sämtliche PC-Hersteller BTX-Desktops anbieten können. Bisher gab es dem neuen Standard entsprechende Boards und Komponenten nur von ausgewählten großen OEMs wie Asus, Evercase, FIC, Gigabyte, Mitac und Shuttle. (ls)