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20.01.1995

Kompatibilitaet der Objekttechniken nun gewaehrleistet Microsoft gibt die Abschottung von OLE gegenueber Opendoc auf

SAN MATEO (IDG) - Microsoft will Softwarehaeusern, die sich fuer eine Unterstuetzung der Objekttechnik Opendoc entschieden haben, den Zugriff auf die hauseigene Variante Object Linking and Embedding (OLE) ermoeglichen. Independent Software Vendors (ISVs) erhalten mit dem konkurrierenden Compound-Document-Standard Opendoc auch die OLE-Funktionalitaet.

"Wenn Opendoc die OLE-Funktionen bietet, gehoert es fuer uns zur Kategorie der OLE-Entwicklungswerkzeuge", erlaeutert Produkt- Manager Jeff Alger die Strategie des Hauses Microsoft. "Wir sehen darin keinen Konflikt." Opendoc sei ein komplexes Entwicklungs- Tool, das neben vielen anderen Dingen auch die Features von OLE beinhalte. Fuer Softwarehaeuser ist diese Wende im Produktverstaendnis von Microsoft hilfreich, da sie jetzt ungehindert uebergeordneten Opendoc-Standard nutzen koennen.

Bei einem vergleichsweise geringen Investitionsaufwand sind Softwarehaeuser dann in der Lage, ihren Kunden Interoperabilitaet auf breiter Ebene zu garantieren.

Das Software Developers Kit fuer Opendoc wird vom Herstellerkonsortium Component Integration Labs (CI Labs), Sunnyvale, Kalifornien, in etwa zehn Wochen freigegeben. Hinter der Objekttechnik stehen federfuehrend die Hersteller IBM, Novell und Apple. Mit der Interoperabilitaet zwischen Opendoc und OLE beschaeftigt sich vor allem Novells neue "Applications Group" Wordperfect.

In einem Statement des Textverarbeitungs-Spezialisten heisst es, Microsofts Bereitschaft, Opendoc als eine Methode zu akzeptieren, mit der die OLE-2.0-Kompatibilitaet hergestellt werden koenne, mache es erheblich leichter, Softwarekomponenten zu entwickeln und einzusetzen. "Es ist einfacher, die OLE-Funktionalitaet ueber Opendoc zu nutzen", urteilt Novells Produkt-Manager Bill Kesselring. Der Anwender werde davon nichts merken.

ISVs haetten den Vorteil, deutlich weniger Ressourcen zu verbrauchen. Entwickler muessten nur auf die OLE-Programmier- Schnittstelle hin entwickeln. Der einzige Weg, herauszufinden, ob OLE direkt oder ueber Opendoc unterstuetzt werde, sei eine Untersuchung des Sourcecodes, erlaeutert Jed Harris, President der CI Labs.

Microsoft haelt zwar an seiner Strategie fest, in oeffentlichen Kampagnen OLE gegen Opendoc zu positionieren, doch die Toene werden deutlich leiser. Noch im letzten Jahr hatte es die Gates-Company abgelehnt, Softwarehaeuser, die fuer Opendoc entwickelten, mit Windows-95-Betakopien zu versorgen.