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23.09.2005

Komplette Mittelstandslösung von Cisco

23.09.2005
Portfolio aus Switches, Telefoniediensten, Service und Support soll Cisco im Mittelstand Marktanteile bringen.

Mit der "Business Communications Solution" hat Cisco Unternehmen mit 20 bis 250 Mitarbeitern im Visier. Bei Bedarf lässt sich die Lösung laut Hersteller auch auf Firmengrößen mit bis zu 1500 Mitarbeitern skalieren. Das Paket umfasst sowohl Produkte als auch Services, Support und Finanzierungsangebote. Zu der Produktsuite zählen unter anderem die neuen Catalyst-Switch-Familien "500" und "2960" sowie drei neue IP-Telefone.

Hier lesen Sie …

• mit welchem Lösungsangebot Cisco im Mittelstand punkten will;

• wie sich die neuen Switches einfacher bedienen lassen;

• welche ergänzenden Applikationen Cisco für VoIP im Programm hat;

• wie Cisco den deutschen Markt einschätzt.

Preise

Switches:

Catalyst-Express-500-Serie:

Je nach Ausführung zwischen 795 und 2795 Dollar.

Catalyst-2960-Serie:

Je nach Ausführung zwischen 1295 und 4495 Dollar.

IP-Telefone:

7961G: 495 Dollar;

7941G: 395 Dollar;

7985G: 3595 Dollar.

VoIP-Software:

Die Preise für die VoIP-Anwendungen standen bis Redaktionsschluss nur zum Teil fest.

IPC Operations Manager:

14 995 Dollar für eine Lizenz zum Management von 1000 Telefonen.

IPC Service Monitor:

23 995 Dollar im Bundle mit dem Operations Manager.

Voice Provisioning Tool:

1000 Dollar.

Meeting Place Express:

Rund 70 000 Dollar inklusive Hardware und Lizenz für 30 Voice-Benutzer und fünf Web-User gleichzeitig

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www.computerwoche.de/go/

*81553: Mit WLAN wird VoIP mobil;

*81566: VoIP - ja, aber mit Bedacht;

*81344: VoIP-Migrationspfad für Tenovis-Kunden;

*80226: Google spricht;

*79293: VoIP-Anwendungen sicher machen.

Ciscos Marktprognose für Deutschland

Während im politischen Berlin und bei zahl-reichen Wirtschaftsführern nach der Bundes-tagswahl Katzenjammer herrscht, blickt Mi-chael Ganser, Vice President Europa und Ge-schäftsführer Cisco Systems, optimistisch in die Zukunft. So ist er beispielsweise davon überzeugt, dass Deutschland, heute noch ein Schlusslicht in Sachen Breitband, innerhalb der nächsten 18 bis 24 Monate zur führenden Breiband-Nation aufsteigen wird. Einen Opti-mismus, den der Manager damit begründet, dass viele Carrier und Service-Provider bereits ab Herbst mit der Einführung des schnelleren ADSL2+ beginnen wollen, das Transferraten von bis zu 16 Mbit/s ermöglicht.

Ebenso euphorisch ist Gansers Prognose in Bezug auf die IP-Kommunikation. Er geht davon aus, dass sich ihre Nutzung in Deutsch-land in den nächsten drei Jahren mehr als versechsfachen wird. Angesichts solcher Zahlen will auch Cisco selbst hierzulande - Deutschland ist für die Networking-Company der drittgrößte Markt - weiter expandieren und die Zahl seiner Beschäftigten um rund acht Prozent erhöhen.

Trotz dieser positiven Aussichten fand der Deutschland-Chef auch mahnende Worte. So erwartet er etwa von der neuen Regierung, egal welcher Couleur, dass sie große IT-Projekte wie Hercules oder E-Health endlich konsequent umsetzt. Zudem solle die Politik neue Technologien aktiver fördern als bisher. Positives Vorbild in Europa ist hier für Ganser Großbritannien.

An die deutschen CIOs und CEOs appellierte der Cisco-Chef, die IT endlich wieder als Enabling Technology und nicht als Kostenfaktor zu betrachten. Ein Sinneswandel, den zumindest ausländische Manager bereits vollzogen hätten - hierzulande jedoch nur die großen Konzerne. Laut einer weltweiten Cisco-Umfrage unter 1000 CIOs sehen mittlerweile 90 Prozent der Entscheidungsträger die IT wieder in dieser Rolle. Und 80 Prozent der CEOs sind nach den Ausführungen Gansers wieder vom Primat der reinen Kostenreduzierung abgerückt und setzen auf Wachstum. Allerdings mit einer Einschränkung: Die Betriebs-kosten wurden eingefroren. Für die IT ergibt sich daraus laut Ganser die Herausforderung vor allem den Middlelayer-Bereich günstiger darzustellen, um mehr Freiräume für neue Services und Anwendungen zu gewinnen. Dieser Bereich frisst Ganser zufolge nämlich 40 bis 50 Prozent der IT-Kosten.

In ihrer Basisstufe für Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern kombiniert die Lösung den "Catalyst Express 500 Switch" mit dem Integrated Service Router, der im Zusammenspiel mit dem "Call Manager Express" und "Unity Express" Telefonanlagenfunktionalität beziehungsweise Voice-Mail-Funktionen zur Verfügung stellt.

Bei der neuen Switch-Familie der 500er-Serie handelt es sich um Managed Layer-2-Switches, die mit Fast-Ethernet und Gigabit-Ethernet-Ports aufwarten. Drei der vier Modelle besitzen 24 Fast-Ethernet-Ports sowie zwei Gigabit-Ethernet-Anschlüsse, während im 500G-24TC zwölf Gigabit-Ethernet-Ports verbaut sind. Letzterer soll als Aggregations-Punkt die Funktion eines Bindeglieds zwischen verschiedenen Netzsegmenten übernehmen. Zwei Modelle, nämlich der 500-24LC und der 500-24PC, unterstützen zudem Power over Ethernet (PoE). Das kleinste Modell der Serie ist der 500-24TT.

Als Einsatzgebiet für die 500er-Switches sieht Cisco den gemeinsamen Betrieb von Daten-, Sprach- und Wireless-Anwendungen. Um die Konfiguration für die anvisierte Zielgruppe Mittelstand möglichst einfach zu gestalten, verzichtet der Hersteller auf das sonst übliche Command Line Interface (CLI). Die Konfiguration erfolgt nur per Web-Interface über den "Network Assistant 3.0". Ein Aspekt, den eingefleischte Netzadministratoren, die die Kommandozeile noch immer als das schnellste Konfigurations-Tool schätzen, sicherlich bedauern werden. Auf der anderen Seite ermöglicht dieser Ansatz aber auch Nicht-Netzexperten eine Konfiguration der Switches. So hat Cisco beispielsweise zwölf vordefinierte Profile, etwa für Access Point, IP-Telefone etc., in den Switches hinterlegt. Diese kann der Benutzer den einzelnen Switch-Ports zuweisen, um sie an die Bedürfnisse der jeweiligen Netzapplikation anzupassen.

Als IP-Kommunikationslösung für dieses Marktsegment propagiert Cisco die neuen Versionen des "Call Manager Express" und "Unity Express". Der Call Manager Express ist im Prinzip eine abgespeckte Version von Ciscos IP-TK-Anlage "Call Manager". In der Version 3.3 bietet sie jetzt ein eingebettetes Konferenzsystem für 20 bis 96 Teilnehmer. Der Unity Express 2.2 verfügt über einen neuen automatischen Vermittlungsplatz (Auto Attendant), der für die automatische Vermittlung via Spracherkennung eingesetzt werden kann.

Für größere Mittelständler mit 250 bis 1500 Mitarbeitern offeriert Cisco im Rahmen der Business Communications Solution noch weitere IP-Anwendungen wie "Meeting Place Express", "Mobile Connect", "Unity Connection" sowie Management-Tools für die Sprachkommunikation. Meetingplace ist ein Sprach- und Web-Konferenzsystem, bei dem die Anwender eine Konferenz direkt auf dem IP-Telefon initiieren und managen können. Mobile Connect erlaubt den Mitarbeitern in Verbindung mit dem Call Manager ihre IP-Telefonnummern verschiedenen Endgeräten zuzuordnen, so dass sie etwa im Büro, im Home Office oder unterwegs mit einem Software-Client immer unter der gleichen Rufnummer erreichbar sind.

VoIP-Software

Als weitere Softwareneuheit hat Cisco "Unity Connection" vorgestellt. Hierbei handelt es sich um ein Browser-basiertes Voice-Messaging-System mit integrierter Spracherkennung und interaktivem Call Routing, das der Benutzer an seine individuellen Wünsche anpassen kann. Web-Werkzeuge für das Provisioning, Monitoring und Reporting der IP-Kommunikationslandschaft erhält der Administrator mit dem "Voice Provisioning Tool" sowie dem "IPC Operations Manager and Services Monitor". Für größere Mittelständler ist auch die neue Switch Serie Catalyst 2960 konzipiert, die fünf Produkte umfasst. Die Geräte verfügen über 24 oder 48 Fast-Ethernet-Ports sowie zwei Gigabit-Ethernet-Uplink-Anschlüsse. Ergänzend liefert Cisco mit dem "2960G-24TC-E" ein Modell das 24 Gigabit-Ethernet-Ports besitzt. Wie die kleinere 500er-Serie wird auch diese Reihe per grafischem Web-Interface konfiguriert und administriert, kann aber im Bedarfsfall auch per Kommandozeile bedient werden. Im Gegensatz zur Einstiegsreihe warten die 2960-Switches mit erweiterten Features in Sachen Quality of Service (QoS) und IP-Multicast auf.

Drei neue XML-fähige IP-Telefone runden Ciscos Angebot für den Mittelstand ab. Dabei ist das Topmodell 7985G mit einem farbigen LCD-Display, Videokamera und Lautsprecher ausgestattet und damit auch für Videokonferenzen geeignet.