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01.10.1999 - 

Technologien im LAN/Kommentar

Komplexität in lokalen Netzen wächst

Viele Technologien im LAN sind mittlerweile Gebrauchswaren geworden. Ihr Bekanntheitsgrad ist hoch, technisch gelten sie als ausgefeilt und die Preise sinken. Man könnte denken, das einzige Neue in diesem Markt bestehe darin, daß einige Dinosaurier absterben: Token Ring gehört zum alten Eisen, FDDI wird kaum noch installiert. Doch ganz so einfach ist es nicht: Funk-LANs beispielsweise entwickeln sich weiter. Der Sprung von 2 auf 11 Mbit/s Übertragungsrate bedeutet eine neue Qualität. Damit stoßen sie in Bandbreitenregionen vor, die zuvor dem Ethernet vorbehalten waren.

Trotzdem bleibt Ethernet der unangefochtene Sieger im LAN. Mit den schnellen Varianten Fast und Gigabit Ethernet braucht das Verfahren keinen Vergleich zu scheuen. Viele seiner ursprünglichen Schwächen wurden mittlerweile durch Fortentwicklungen ausgeglichen. Ein notwendiges Übel ist allerdings bisher der Einsatz von Spanning Tree, der alternative Verbindungen blockiert und nur im Fehlerfall freigibt. Dadurch werden Ressourcen verschwendet. Eine Lösung des Dilemmas verspricht die Bündelung von Leitungen (Trunking). Diese Neuerung beruht also sogar auf einer verblüffend einfachen Idee.

Das ist jedoch nicht die Regel. Die meisten Weiterentwicklungen der an sich schon ausgereiften Technik erhöhen die Komplexität. Zum Beispiel integrieren die Switches immer mehr Funktionalität auf immer höheren Netzebenen bis hin zur Schicht 7. Ob Anwender das dann glücklicher macht, ist zu bezweifeln. Ähnliches gilt für die Implementierung von Quality of Service (QoS) im LAN. Bei der Priorisierung handelt es sich eher um einen Praktikeransatz. Deshalb läßt sie sich vergleichsweise leicht realisieren. Um Ende-zu-Ende-Reservierung zu gewährleisten, ist dagegen das Zusammenspiel etlicher Protokolle erforderlich.