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11.06.1999 - 

Am besten auf Layer-2-Switching und VLANs verzichten

Komplikationen mit Spanning Tree lassen sich vermeiden

FRAMINGHAM (IDG) - Solange Layer-2-Switches oder virtuelle LANs (VLANs) in einem Netz vorhanden sind, wird auch Spanning Tree eine Rolle spielen. Anwendern bereitet dieses Protokoll oft Kopfzerbrechen, so daß Experten raten, Layer-3-Switching einzusetzen.

Oft verwenden Unternehmen Layer-2-Switches mit 10- oder 100-Mbit/s-Verbindungen zu den lokalen Benutzern und ein 100-Mbit/s- oder Gigabit-Ethernet-Uplink zu einem Layer-3- oder -4-Switch. Für reine Layer-3-Switches fällt das Spanning-Tree-Problem weg, weil es sich um ein geroutetes Netz handelt. Aber überall, wo Layer-2-Switches oder VLANs vorhanden sind, müssen sich Anwender Gedanken über Spanning Tree machen. Das Protokoll sorgt dafür, daß in einem gebridgeten LAN mit redundanten Verbindungen immer ein Link blockiert ist und somit Endlosschleifen verhindert werden.

Doch diese Lösung bringt auch Schwierigkeiten mit sich. So gibt es fast so viele Implementierungen von Spanning Tree wie Hersteller von Switches. Einige lassen beispielsweise zu, das Protokoll für individuelle Ports zu aktivieren oder deaktivieren, andere nicht. Oft müssen Benutzer die Voreinstellungen ändern. Das kann schwierig werden, weil Spanning Tree ziemlich komplex ist - der Standard umfaßt 378 Seiten. Das Hinzufügen von Switches ohne Neukonfiguration führt dagegen oft zu langsameren Benutzer-Logons, fehlgeschlagenen Verbindungen und der unbefugten Änderung von VLAN-Zugehörigkeiten.

Ein allgegenwärtiges Problem mit dem Verfahren besteht darin, daß es ein langsames Protokoll ist. Manche Novell- und Microsoft-Clients verbinden sich so schnell mit einem Switch-Port, daß Spanning Tree nicht mitkommt. In diesem Fall können Datenpakete an falsche Ports transportiert werden. In großen Netzen treten unter Umständen so hohe Verzögerungen auf, daß es zu Datenverlusten kommt und eine Neuübertragung notwendig wird. Auf ihren Web-Sites bieten Microsoft und Novell Hilfe für Probleme mit bestimmten Switches an.

Experten empfehlen jedoch, langfristig von Layer-2- zu Layer-3-Switching überzugehen, um die Probleme erst gar nicht aufkommen zu lassen. Für Layer-2-Switches sprechen die Kosten, aber ein Umstieg nach und nach kann hier Abhilfe schaffen. Davon abgesehen erleichtert es das Leben eines Administrators schon, wenn er sich auf die Produktreihe eines einzigen Herstellers festgelegt hat.