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31.10.1997 - 

Systemhaus setzt auf Windows-Lösung

Komponenten für Geschäftsabläufe versprechen flexiblen Workflow

31.10.1997

Das Objektmodell der Lösung basiert auf einem Klassenbaum, in dem alle Objektklassen mit ihren Attributen und Methoden festgelegt werden. Auf diese Weise erhält man strukturierte Geschäftsobjekte, die sich je nach den vom Anwender benötigten Informationen grafisch darstellen lassen. Ein weiteres Components-Modell bezieht sich auf den Unternehmensaufbau, wobei den beteiligten Personen Rollen und Zugriffslisten (Access Control Lists) zugewiesen werden. Schließlich berücksichtigt die Software auch die Ablauforganisation in Form von mehreren, in Teilaufgaben gegliederten Geschäftsvorfällen.

Suche im Web nach Geschäftsobjekten

Das Basismodul bietet eine Reihe von Standardfunktionen, darunter neuerdings auch die für Imaging, Archivierung und Optical Character Recognition (OCR), die bislang nur über die Integration von Eastman-Produkten verfügbar waren. Unter den Zusatzkomponenten des Pakets befindet sich ein Workflow-(WF-)Modul, das die Modellierung kundenspezifischer Vorgänge erlaubt. Die dafür definierten Aktionen können an beliebige Geschäftsobjekte geknüpft werden und laufen über diese selbständig ab.

Das Web-Modul erlaubt die Publikation von Objektinhalten über Microsofts "Internet Information Server". Außerdem ist die Suche nach verteilten Geschäftsobjekten via Internet möglich. Laut Hersteller können darüber hinaus Objekte aus dem Web-Browser heraus erzeugt werden, die dann Prozesse innerhalb des Workflow-Moduls auszulösen vermögen. Beispiele dafür sind Beschaffungsanträge, Besuchsberichte oder Service-Anfragen.

Neben dem Toolkit stellt Fabasoft weitere Components für die ISO-9000-Zertifizierung, für die elektronische Aktenbearbeitung im öffentlichen Dienst sowie zur Adressenverwaltung bereit. Die Schnittstellen umfassen die Microsoft-Standards OLE, Active X, DCOM, ODBC und MAPI. Als Erfahrungswert läßt sich ein Preis von unter 1000 Mark pro vollständig ausgestatteten Arbeitsplatz veranschlagen, heißt es bei Fabasoft.

Daß Komponentensoftware in der nächsten Zeit insbesondere für mittelständische Unternehmen ganz neue Möglichkeiten eröffnen wird, davon ist Christian Uhrig, Geschäftsführer des Systemhauses Dr. Böhmer, Uhrig & Partner aus Dreieich, überzeugt. Die Berater beklagen, daß auch mit herkömmlichen Standardlösungen die Projektzeiten meist zu lange dauern, so daß ein Produkt nach seiner Einführung schon veraltet ist. Inzwischen haben die Dienstleister Erfahrungen mit Components gesammelt und selbst vier Module für Anwaltssozietäten, Vertrags-Management, Personalwesen und Marketing entwickelt. Die Database-Marketing-Lösung etwa wurde bei der Credit Suisse First Boston Bank für den Bereich Private Banking implementiert und soll dort die individuellen Beziehungen zwischen Privatkunden und Beratern unterstützen. Die Einführung hat laut Uhrig lediglich 40 Prozent der Kosten und nur ein Drittel der Zeit ausgemacht, die mit klassischen, meist proprietären Marketing-Produkten hätten veranschlagt werden müssen.