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HTML- und Script-Editor Companion

Komponentenbasierte Web-Entwicklung

06.04.2001
MÜNCHEN (CW) - Das holländische Softwarehaus Companion BV bietet eine Web-Entwicklungsumgebung an, die vor allem bei komplexeren Projekten und größeren Teams von Nutzen sein soll. Ein komponentenorientierter Ansatz unterstützt die zentrale Verwaltung und Wiederverwendung von Code.

Nach eigenem Anspruch unterscheidet sich Companion von marktgängigen HTML-Editoren dadurch, dass es Websites nicht als eine Sammlung von Dateien betrachtet, sondern einen Komponentenansatz verfolgt. Damit orientiert sich das Tool an Prinzipien, die sonst in der Entwicklung von Software üblich sind. Bei diesem Konzept werden HTML-Seiten nicht direkt editiert, sondern in Bauteile wie Tabellen, Aufzählungslisten oder einfach in Absätze zerlegt, die dann von den Entwicklern bearbeitet werden.

Keine CodefragmenteDer Hersteller besteht darauf, dass sich sein Produkt damit grundsätzlich von Konkurrenzprodukten unterscheidet, wo Programmierer Codefragmente hinterlegen und bei Bedarf in eine Seite übernehmen können. Companion ist nämlich in der Lage, an Komponenten Parameter zu übergeben, so dass beispielsweise Tabellen mit verschiedenen Hintergrundfarben nicht als separate Module vorgehalten werden müssen - die Eigenschaften eines generischen Bausteins lassen sich durch Übergabe von Argumenten anpassen. Durch die zentrale Codeverwaltung in der Projektdatenbank wirkt sich zudem eine Änderung an einer Komponente auf alle Seiten aus, in der sie verwendet wird. Im Gegensatz dazu funktioniert die Wiederverwendung von Codeschnipseln nach dem Muster "Kopieren und Einfügen". Schließlich lassen sich bei Companion Komponenten ineinander schachteln. Die aktuelle Version 3.0 ist zudem in der Lage, bei Löschen eines Modules Auskunft darüber zu geben, in welchen Seiten es verwendet wird.

Bausteine diverser HerkunftDas Komponentenkonzept beschränkt sich nicht nur auf HTML, als Bausteine können auch Codesegmente in Javascript, VB Script, Active Server Pages (ASP) oder PHP definiert werden.

Für das Zusammenbinden von Modulen zu Web-Seiten bietet das Werkzeug eigene Sprachkonstrukte in Form proprietärer Tags an. Diese finden sich typischerweise in HTML-Gerüsten (Templates), wo die Codeteile referenziert werden. Dieses "Companion Script" sieht unter anderem vor, dass für das Einfügen von Modulen Bedingungen formuliert werden (if-else-Konstrukt), und kennt auch Schleifenanweisungen.

Companion beherrscht zwei Publishing-Methoden, um aus Projekten schließlich Web-Seiten zu generieren. Das statische Verfahren erzeugt erwartungsgemäß HTML-Dateien, die sich auf jeden beliebigen Web-Server hinaufladen lassen. Zu diesem Zweck unterstützt das Tool den ftp-Upload. Änderungen in Komponenten können auf statische Web-Seiten durchgeschrieben werden, indem einfach ein neuer Publishing-Durchlauf gestartet wird. Bei der dynamischen Variante erzeugt Companion Scripts, die bei Bedarf die benötigten Komponenten aus der Datenbank holen. Änderungen in Bausteinen wirken sich bei dieser Methode sofort aus.

In der Version 3.0 bietet Companion Syntaxunterstützung für diverse Sprachen und Auszeichnungen, neben HTML unter anderem auch für Javascript, Perl, Cascading Stylesheets, ASP oder PHP. Neu hinzugekommen ist die Möglichkeit, XML-Dateien über XSL Transformations (XSLT) als HTML-Seiten zu publizieren. Companion greift dafür auf das Windows-eigene MSXML 3.0 zurück. Das Werkzeug wird in den Ausführungen "Standard" und "Professional" vertrieben. Eine Testversion steht unter http://www.companion.nl zum Herunterladen bereit.