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Anwendungen in Java-Applets zerstückelt


07.02.1997 - 

Kona: Der Lotus-Beitrag zum Netzwerk-Computer

Das Bekenntnis des Lotus-CEO Jeffrey Papows zu der Web-Entwicklungsumgebung Java soll sich bereits ab dem 1. März dieses Jahres in Lösungen manifestieren. Ab diesem Zeitpunkt, so versprach der Chef des Workgroup-Spezialisten, werden die ersten aus der "Kona"-Initiative hervorgegagenen Komponenten im WWW zu finden sein.

Das Projekt hat zum Ziel, Java-basierte und in Komponenten zerlegte Applikationen wie Tabellenkalkulation, Textverarbeitung und Präsentationslösungen ab dem drittten Quartal anzubieten. Sie sollen auf NCs, Desktops, Macintosh-Rechnern und 3270-Terminals laufen können. Die Applikationen der Kona-Architektur kommunizieren untereinander über einen "Infobus". Den Vorwurf, mit dieser Lotus-eigenen Schnittstelle erneut eine proprietäre Technik statt offener Standards einzuführen, entgegnete Michael Zisman, Executive Vice-President for Strategy bei Lotus, mit dem Hinweis, der Infobus sei kompatibel zu heutigen Standards. Es handle sich dabei jedoch um ein Protokoll auf höherer Ebene als etwa die Common Object Request Broker Architecture (Corba).

Zumindest wird Lotus die Spezifikationen für die Daten-Pipeline offenlegen, um auch Applikationen anderer Hersteller die Kommunikation zu ermöglichen. Zur Vermarktung der Java-Applets äußerte sich Zisman nur wage. Sicherlich werden die Applets von Original Equipment Manufacturers (OEM) vertrieben. Denkbar sei aber auch, sie sich vom Web zu laden und dafür eine Nutzungsgebühr zu zahlen.

Lotus unterstrich auf der Lotusphere auch, sich weiterhin auf dem Desktop-Markt engagieren zu wollen. "Große Unternehmen werden einen Mix aus PCs und NCs in ihren Büros stehen haben", prognostizierte Zisman. Dennoch liegen die Schwerpunkte der Lotus-Entwicklungen auf den Intranet-Komponenten der Unternehmens-DV.

Dazu gehört auch eine grafische Oberfläche für NCs. Auf der Lotusphere präsentierte das Unternehmen erstmals auf einem NC von IBM die eigene Implementation des "Desktop for Network Computers". Auch diese Java-basierte Lösung soll der vereinfachten Benutzerführung dienen. Der Bildschirm ist dazu großzügig mit Schaltflächen und Menüs ausgelegt. Lotus hofft, die Oberfläche an OEMs lizenzieren zu können.