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04.12.1992 - 

Comdex: IDAPI-Konsortium gegen ODBC

Konkurrenten wehren sich gegen Microsofts Datenbank-Interface

LAS VEGAS (IDG) - Gegen die Dominanz von Microsoft wehrte sich auf der diesjährigen Herbst-Comdex in Las Vegas ein Konsortium um IBM, Borland, Novell und Wordperfect. Mit dem Integrated Database Application Program Interface (IDAPI) konterkariert die Gruppe die Bemühungen von Microsoft, mit Open Database Connectivity (ODBC) ein eigenes Datenbank-API als Standard im Markt durchzusetzen.

Bei dem jetzt ausgebrochenen Gerangel um einheitliche APIs geht es darum, welcher PC-Software-Anbieter sich am schnellsten Marktanteile im boomenden Client-Server- und Netzwerkmarkt sichern kann. Mit der Initiative zeigt sich die IDAPI-Gruppe offenbar entschlossen, der Bill-Gates-Company, die hier mit der ODBC-Ankündigung einen Vorsprung hat, Paroli zu bieten.

Wie Microsofts ODBC bietet auch das ursprünglich von Borland entwickelte IDAPI den Anwendungsentwicklern die Möglichkeit, über eine einheitliche Schnittstelle auf relationale sowie auf flache Datenbanksysteme wie Dbase und B-Trieve zuzugreifen. Zudem unterstützt IDAPI auch die ODBC-Treiber, die Datenbankhersteller - ähnlich wie Druckertreiber - anbieten müssen, wenn sie wollen, daß ihre Produkte via ODBC an. gesprochen werden können. Auf diese Weise holt das IDAPI-Konsortium automatisch alle unternehmen, die Treiber für die Microsoft-Schnittstelle schreiben, ins eigene Boot.

IBM, Borland und Co. haben die Comdex als Bühne benutzt, um bekanntzugeben, daß eine Reihe namhafter Unternehmen ihr gemeinsames API unterstützt. Darunter befinden sich CA und Datenbankhersteller Gupta sowie auf Anwenderseite der Steuerberatungskonzern Price Waterhouse.

Microsoft ist jedoch keineswegs bereit den einmal errungenen Vorsprung kampflos preiszugeben. Während Developer-Kits für IDAPI erst 1993 auf den Markt kommen sollen, konnte Bill Gates bereits in Las Vegas mit "MS-Access" das erste Windows-Datenbanksystem freigeben, das ODBC unterstützt. Die Schnittstelle ermöglicht dem Datenbankbenutzer den Lese-, Schreib- und Indexier-Zugriff auf Dbase-Datenbanken, auf Paradox, B-Trieve und den hauseigenen SQL-Server. Treiber für Foxpro, DEC rdb, die Oracle-Datenbank und eine Reihe weiterer Produkte sollen im kommenden Jahr folgen.