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15.03.1996 - 

Microsoft macht keine Patente geltend

Konkurrenten wollen API von Windows zur ISO-Norm machen

Betrieben wird die Standardisierung von der European Manufacturing Association (ECMA), in der Microsoft-Konkurrenten wie IBM, Novell und Sun, aber auch eher neutrale Anbieter wie Hewlett-Packard den Ton angeben. Ihr Argument zielt darauf ab, dass fast alle Entwickler, die ein PC-Programm schreiben, vom Zugriff auf das Windows-API abhaengig sind. Aus diesem Grunde koenne man keinem einzelnen Hersteller den alleinigen und unkontrollierten Zugriff auf diese Schnittstelle zubilligen.

"Wir werden hier nicht tatenlos zusehen", reagierte der bis vor kurzem fuer Standardfragen zustaendige Microsoft-Manager Robert Kruger. Er haelt die Initiative fuer eine Farce, die zur Verunsicherung der Anwender veranstaltet werde. Ausserdem verstosse es gegen die Urheberrechte, dem Unternehmen das Windows-API wegzunehmen. Kruger verschwieg jedoch, mit welchen Mitteln er gegen die Initiative vorgehen wolle.

Wie die ECMA mitteilt, legt man nach wie vor Wert auf eine Kooperation mit Microsoft. Deshalb habe man dem Unternehmen eine Frist eingeraeumt, um moegliche Einwaende vortragen zu koennen. Bislang sei aber nur ein Fax mit einer Warnung vor der Veroeffentlichung der API-W-Spezifikationen und einem vagen Hinweis auf Urheberrechtsverletzungen eingegangen.

"Es waere ganz einfach gewesen, uns mit dem Hinweis auf konkrete Patente zu antworten", aergert sich ECMA-Generalsekretaer Jan van den Beld ueber das Schweigen von Microsoft. Als auch eigene Recherchen bei amerikanischen Patentbehoerden keine Ergebnisse brachten, habe man die Standardisierungsvorschlaege bei der ISO eingereicht. Dort wird nun in den kommenden sechs Monaten darueber entschieden.