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03.11.1995

Konkurrenz aus dem eigenen Lager Poweropen Association schliesst moeglicherweise bald die Tore

MUENCHEN (CW) - Die Poweropen Association (PA) steht vor dem Aus: President Tom Mace sagte, die Organisation nehme nicht genug Geld ein, um in der bisherigen Form ueberleben zu koennen. Schon jetzt werden Mitarbeiter entlassen und die Aktivitaeten zurueckgeschraubt.

Das Gremium war einst mit der Absicht gestartet, fuer die Power-PC- Umgebung ein offenes Unix-Betriebssystem zu kreieren. Dieses sollte Rechnerherstellern auf Basis der gemeinsam von Apple, IBM und Motorola (AIM) entwickelten RISC-CPU eine einheitliche Software-Umgebung garantieren.

Mace kuendigte nach Angaben des britischen Informationsdienstes "Computergram" an, die Verantwortlichen wuerden in den kommenden Monaten darueber beratschlagen, ob die Poweropen Association komplett aufgeloest werden soll.

Ohnehin waren bereits Zweifel an der Ueberlebensfaehigkeit des Konsortiums aufgekommen, lehnen sich doch dessen APIs und ABIs vor allem an IBMs AIX an. So eng war die Verbindung zum blauen Unix- Derivat, dass praktisch alle Mitglieder der Vereinigung - Ausnahme die Harris Corp. - Lizenzrechte fuer das Betriebssystem von Big Blue erwarben.

Urspruenglich verfolgte die Poweropen Association die Absicht, Applikationen und Hardware daraufhin zu ueberpruefen, ob sie konform zu den entwickelten PA-Standards sind. Zunehmend stellte sich jedoch die Frage, warum man dem Kind nicht gleich den Namen AIX- konform geben sollte.

Dem stand moeglicherweise auch entgegen, dass die IBM erst kuerzlich eine eigene AIX-Schaltstelle mit einem sogenannten Multiple Vendor Program (MVP) einrichtete, die im Prinzip exakt die gleiche Zielsetzung verfolgt wie die PA. Mace konzedierte bereits, dass im Falle des Ablebens von PA dessen Entwicklungs- und Testtechnologien an Big Blues MVP-Abteilung uebergehen koennten.

Die IBM versprach derweil, zukuenftige Versionen des Unix- Betriebssystems modularer zu gestalten, um ihren AIX-OEM-Kunden und Systemherstellern das Leben bei der Applikationsanpassung leichter zu machen. Bull und Motorola seien bereits, so weitere Informationen von "Computergram", von Poweropen auf MVP gewechselt.