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18.03.1994

Konkurrenz bei der Objektverknuepfung Lotus wird neben OLE 2.0 auch Opendoc unterstuetzen

LONDON (IDG) - Ein klares Bekenntnis zu "Opendoc" hat John Landry, technischer Chef der Lotus Development Corp., waehrend eines Kunden-Briefings in London geaeussert. Die Architektur zur Objektverknuepfung in zusammengesetzten Dokumenten soll ab Herbst gegen die OLE-Konkurrenz von Microsoft antreten.

Lotus werde die Compound Document Architecture von Opendoc, die sich zur LAN-weiten Verteilung und Bearbeitung von Objekten eigne, kuenftig in seinen OS/2-Produkten unterstuetzen.

Auf der Windows-Seite, so Landry, wolle man zwar weiterhin Microsofts Konterpart OLE 2.0 einsetzen, doch dessen Objekt- Handling sei noch nicht voellig ausgereift. Er hoffe auf eine Verbesserung in kuenftigen OLE-Versionen.

Landry raet jedoch Anwendern, Druck auf Microsoft bezueglich Opendoc auszuueben. Das Gates-Unternehmen weigert sich bislang, das von zahlreichen Branchengroessen als Standard favorisierte Verfahren direkt zu unterstuetzen. Einer der entscheidenden Gruende: Mit einer marktreifen Opendoc-Version ist nicht vor Herbst zu rechnen; OLE 2.0 steht dagegen Windows-Applikationsentwicklern seit kurzem zur Verfuegung.

Trotz dieses Vorsprungs raeumt Landry der Opendoc-Architektur die besseren Chancen ein. Sie verwendet den Corba-Standard der Object Management Group (OMG) und wird sich damit besser fuer verteilte Rechnerumgebungen eignen. Ausser OS/2 sollen Windows und die Mac- Welt unterstuetzt werden. Die Opendoc-Initiative ging zunaechst von IBM, Apple und Wordperfect aus. Inzwischen haben sich auch Novell, Oracle, Sunsoft und Xerox zu dieser Objekttechnik bekannt.