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20.03.1998 - 

Konkurrenz durch IP im WAN

Konkurrenz durch IP im WAN US-Berater streiten über die Zukunft von ATM

Deutliche Worte fand Frank Dzubeck, President des Beratungshauses Communications Network Architects aus Washington.ATM werde sterben, so seine Kernaussage, die Frage sei lediglich, wann.Doch auch darauf weiß Dzubeck eine Antwort: in zehn Jahren.Seine gewagte These untermauert er mit der Behauptung, daß mit zunehmendem Bandbreitenangebot die Notwendigkeit zum effektiven Bandbreiten-Management schwinde.

Mit seiner drastischen Einschätzung steht der Consultant allerdings isoliert da.Lediglich in Teilen pflichtet ihm Kevin Tolle, President der Tolly Group, in einem Meinungsbeitrag der CW-Schwesterpublikation "Infoworld" bei. Überschätzt habe er den Bedarf an der ATM-Variante mit 25 Mbit/s bei der Desktop-Vernetzung.Ein Potential habe er noch vor einem Jahr bei Token-Ring-Anwendern gesehen.Doch mittlerweile gebe es auch für diese Klientel mit einer 100-Mbit/s-Variante Hoffnung auf Hochgeschwindigkeits-Migration ohne Technologiebruch.Tolly, der selbst eine entsprechende ATM-Verbindung nutzt und schätzt, kreidet die verpaßten Chancen den Anbietern und ihrem schwindenden Marketing an: "In diesem Geschäft ist das der Kuß des Todes."

Während die Diskussion über die Möglichkeiten von ATM in lokalen Installationen spätestens seit dem Erscheinen von Gigabit Ethernet geführt wird, galt das Verfahren lange als sicherer Kandidat für WAN-Strecken, da es dort auch seine Wurzeln hat.Doch auch an diesen Grundfesten rütteln die US-Berater.Nach wie vor sehen etwa David Passmore, President der Decisys Inc., und Jennifer Pigg von der Yankee Group steigenden Bedarf an Weitverkehrswegen auf ATM-Basis.Gleichzeitig wachse jedoch die Konkurrenz zu reinen Netzwerken mit Internet Protocol (IP).

Diese Einschätzung untermauert Ovum in dem Report "The Future of Broadband Networking: ATM versus TCP/IP".Darin prognostizieren die Marktbeobachter, daß mehr und mehr Carrier IP direkt auf SDH-Netze aufsetzen werden.Das, so die Vermutung, liege vor allem an der Integration von Sprache und Multimedia in IP.Eine weitere US-Studie sieht zwar Bedarf an ATM-WAN-Strecken, bemängelt aber deren schleppende Realisierung.Grund dafür, so das International Engineering Consortium (IEC), seien die hohen Kosten für das erforderliche Glasfasernetz.Als Abhilfe empfiehlt das IEC unter anderem steuerliche Vergünstigungen für investitionswillige Carrier.