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22.09.1995

Konkurrenz fuer IBM, EMC und Hitachi Amdahl und Storagetek bauen ebenfalls Mainframe-Speicher

MUENCHEN (CW) - Fuer die Amdahl Corp. ist es das erste, fuer die Storage Technology Corp. bereits das zweite Raid-Speichersystem fuer Mainframes, das demnaechst auf den Markt kommen soll.

Amdahls skalierbar angelegtes Raid-Konzept "Spectris" erlaubt den stueckweisen Ausbau der Speicherloesung hinsichtlich Kapazitaet, Leistung und Anzahl der Escon-Kanaele. Die Hauptkomponente von Spectris besteht aus dem parallelen Speicherprozessor mit "globalem" Cache und den Escon-Verbindungen. Jedes Subsystem unterstuetzt bis zu vier Speichereinheiten, die jeweils mit bis zu vier intelligenten Raid-A-Arrays zu konfigurieren sind. Die Speicherkapazitaet eines Basis-Systems von 45 GB kann in 11,3-GB- Schritten auf maximal 726 GB erweitert werden. Die Groesse des Cache-Speichers reicht von 512 MB bis zu 3 GB.

Storagetek bringt mit "Kodiak" einen Raid-Speicher mit einem Speichervolumen von 1,3 TB. Das ist fast doppelt soviel wie beim "Iceberg"-System.

In den USA herrscht derzeit Verwirrung ueber Storageteks Strategie im Raid-Geschaeft, da beide Systeme mit unterschiedlicher Technik arbeiten. Obwohl Kodiak noch nicht offiziell angekuendigt ist, nahm Klaus Beier, Geschaeftsfuehrer der deutschen Niederlassung von Storage Technology, dazu Stellung: "Der unterschiedliche technische Ansatz erklaert sich daraus, dass Kodiak aus den "Viking"-Labors der zugekauften Tochter Amperis stammt. Zum Zeitpunkt der Firmenuebernahme war die Iceberg-Entwicklung bei uns schon sehr weit fortgeschritten."

Das fehlertolerant ausgelegte Kodiak arbeitet mit Raid-5-Technik, erlaubt bis zu 4 GB an Cache-Speicher und 16 interne Pfade. Bei der physikalischen Speicherkapazitaet von 1,3 TB ist keine Datenkomprimierung moeglich. Im Gegensatz dazu arbeitet Iceberg dynamisch-virtuell.

Dynamisch bedeutet, dass vorgegebene Blockgroessen nicht eingehalten werden muessen, wenn die zu speichernden Datenbloecke kleiner sind. Dazu Beier: "Das bedeutet, dass bei nicht dynamischen Speichern das Fassungsvermoegen nur etwa zu 60 Prozent tatsaechlich mit Daten belegt ist."

Virtuell bezeichnet die Faehigkeit, Antwortzeiten auch in Spitzenzeiten nahezu konstant zu halten. Iceberg schafft das durch die Fragmentierung der Daten auf sehr viele Festplatten und vermeidet fuer die Anwender den "Dasd-Skew", den Antwortzeitenstau. Der Nachteil dieser Technik tritt bei der Batch-Verarbeitung zutage. "Dadurch, dass das System die Daten zuerst lesen und dann sofort ueberschreiben muss, hat Iceberg mit den vielen HDAs dabei Nachteile und ist eher fuer eine Online-Verarbeitung gedacht", erklaert Storageteks deutscher Top-Manager. Ohne der offiziellen Kodiak-Ankuendigung im Oktober vorgreifen zu wollen erwartet er, dass die Kosten fuer Kodiak-Speicher ueber denen des Schwestersystems liegen werden.