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Qualitätssicherung in der Praxis noch mit Organisations-Problemen behaftet, aber:


18.01.1985 - 

Konsequenter Ergebnis-Check spart bare MünzeDie absolute Voraussetzung einer laufenden Software-Qualitätssicherung ist ein Phasenkonzept für die Entwicklung und Wartung der Softwaresysteme. Mit einem solchen Vorgehen sollten zumindest die Phasen Spezifik

- dieser Aufwand um 50 Prozent reduziert werden. Damit sinken die Kosten der Testrevision auf 25 Prozent des Gesamtsystems. Dies entspricht einer Ersparnis von mindestens 12,5 Prozent der Qualitätskontrollkosten.

QS ohne Hilfsmittel lohnt nur bedingt

Zusammenfassend ist festzustellen, daß ein Software-Qualitätssicherungsverfahren 8 Prozent der Entwicklungskosten und 40 Prozent der Wartungskosten einsparen kann. Wenn man bedenkt, daß die Wartungskosten zur Zeit das Zweifache der Entwicklungskosten betragen (33 Prozent : 67 Prozent), so sind das fast 30 Prozent der Gesamtkosten. Ohne maschinelle Hilfsmittel kostet ein Software-Qualitätsverfahren zusätzlich noch 50 Prozent der Analyse und Spezifikationskosten (27 Prozent), 34 Prozent der Entwurfskosten (20 Prozent), 50 Prozent der Programmierkosten (18 Prozent) und 50 Prozent der Integrationskosten (13 Prozent). Die Kosten eines manuellen Software-Qualitätssicherungsverfahren werden also rund 35 Prozent der Erstentwicklungskosten betragen. Dadurch werden natürlich die meisten Manager abgeschreckt. Denn wer will noch 35 Prozent bei der Erstentwicklung draufzahlen, um 8 Prozent der Entwicklungskosten einzusparen.

Mit maschinellen Hilfsmitteln kostet die Qualitätssicherung aber nur 12 Prozent der Analyse- und Spezifikationskosten (27 Prozent), 7 Prozent der Entwurfskosten (20 Prozent), 10 Prozent der Programmierkosten (18 Prozent) und 25 Prozent der Integrationskosten (13 Prozent). Außerdem werden 25 Prozent der Testkosten (22 Prozent) eingespart. Das macht etwa 10 Prozent der Erstentwicklungskosten aus. Für 10 Prozent Mehrkosten bei der ursprünglichen Entwicklung kann man also fast 30 Prozent der Life-Cycle-Kosten einsparen. Computergestützte Software-Qualitätssicherung lohnt sich also auf jeden Fall, manuelle Software-Qualitätssicherung nur bedingt.

Der Beitrag wurde entnommen aus: Harry M. Sneed, "Software-Qualitätssicherung für kommerzielle Anwendungssysteme", Verlagsgesellschaft Rudolf Müller, Köln-Braunsfeld, 1983 Auslieferung: CW-CSE-Edition, Kaiserstraße 35, 8000 München 40.