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17.03.2000 - 

Deutsche Regulierungsbehörde startet Auktion im Sommer

Konsortien pokern um UMTS-Lizenzen

MÜNCHEN (CW) - Universal Mobile Telecommunications System (UMTS), der Mobilfunkstandard der Zukunft, wirft seinen Schatten voraus. In Großbritannien läuft derzeit die erste Versteigerung von UMTS-Lizenzen. Sie gilt auch für Deutschland als Testfall.

Die Finanzminister der europäischen Staaten Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande, Österreich und Schweiz reiben sich schon die Hände. In diesen Ländern werden die zu vergebenden UMTS-Lizenzen nämlich im Versteigerungsverfahren an den Carrier gebracht. Experten rechnen in jedem der Staaten mit Einnahmen in Milliardenhöhe, weil es sich keiner der etablierten Netzbetreiber leisten kann, auf UMTS zu verzichten.

UMTS, der Nachfolger des derzeit weit verbreiteten Standards GSM, gilt als wesentlich bessere Plattform für kombinierte Mobilfunk- und Internet-Dienste. Im Gegensatz zu GSM, das nur eine Übertragungsrate von 9,6 Kbit/s ermöglicht, können mit UMTS 2 Mbit/s vermittelt werden.

Großbritannien macht nun den Anfang unter den Staaten, die ihre UMTS-Lizenzen versteigern. Das Bieterverfahren, in dem fünf Genehmigungen ausgeschrieben sind, geht bis Mitte April in rund 60 Durchgängen über die Bühne. In der ersten Runde lag das höchste Gebot für eine Lizenz bereits bei über einer halben Milliarde Mark. Es gilt als sicher, dass die Großen erst gegen Ende der Versteigerung ins Geschehen eingreifen. Den Betreibern von Mobilfunknetzen werden gute Chance eingeräumt.

In Deutschland erfolgt die Versteigerung im Sommer. Die zuständige Regulierungsbehörde wird dabei für Newcomer keine Lizenzen reservieren. Ausgeschrieben ist ein Frequenzspektrum von zwei mal 60 Megahertz das in zwölf abstrakte Blöcke zu je zwei mal fünf Megahertz zur Versteigerung freigegeben wird. Es müssen dabei mindestens zwei Blöcke, dürfen aber höchstens drei ersteigert werden. Damit sind je nach Verlauf der Auktion insgesamt vier bis sechs Lizenznehmer für den neuen UMTS-Markt denkbar.