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06.08.1999 - 

Fusionsgerüchte um Veba und Viag

Konsortium denkt über den Verkauf von E-Plus nach

DÜSSELDORF (CW) - Steht der Mobilfunk-Netzbetreiber E-Plus nun doch zum Verkauf? Gerüchten zufolge wollen sich die Haupteigner RWE und Veba von dem Unternehmen trennen, da lukrative Angebote vorliegen. Neue Nahrung erhalten die Spekulationen durch eine mögliche Fusion der Konzerne Viag und Veba. Viag ist an Viag Interkom beteiligt.

Die Wahrscheinlichkeit, daß E-Plus bald den Besitzer wechselt, ist groß. Und das, obwohl die Mutterkonzerne RWE und Veba kürzlich noch laut darüber nachdachten, ihre Mobilfunktochter an die Börse zu bringen. Doch nun scheint die Absicht, sich von E-Plus zu trennen, die ursprünglich gehegten Zukunftspläne zu überwiegen. Der dritte Konsortialpartner Vodaphone machte außerdem schon länger keinen Hehl daraus, seine Anteile an E-Plus von 17 Prozent abstoßen zu wollen.

Der Erlös, den E-Plus einbringt, könnte für das Trio höher ausfallen als erwartet und deshalb den Verkauf beschleunigen. Berichten des "Spiegel" und "Handelsblattes" zufolge sollen France Télécom und der französische Mischkonzern Vivendi Angebote eingereicht haben, die zwischen 24 und 30 Milliarden Mark liegen. Ein Kaufangebot des britischen Mobilfunkers Orange in Höhe von 20 Milliarden Mark hatte das Konsortium kürzlich abgelehnt.

Ein Kaufpreis bis zu 30 Milliarden Mark scheint Marktbeobachtern durchaus angemessen. Das deutsche Unternehmen ist zum Beispiel größer als die britische Mobilfunkgesellschaft One-2-one, die für 22,2 Milliarden Mark an die Deutsche Telekom gehen soll.

Neben dem lukrativen Preis sprechen jedoch noch zwei weitere Argumente für den Verkauf von E-Plus. Zum einen ist bekannt, daß RWE keine Ambitionen hat, weiter in den Telekommunikationsmarkt zu investieren. Der Konzern hat deshalb schon die Festnetztochter Otelo abgestoßen, der Ausstieg bei E-Plus wäre eine logische Fortsetzung dieser Rückzugspolitik aus dem Geschäft mit der Telekommunikation.

Zum anderen pfeifen es die Spatzen von den Dächern, daß der Mischkonzern Viag nach der gescheiterten Fusion mit der Algroup mit Veba in Verhandlungen steht. Käme ein Zusammenschluß oder eine Kooperation der beiden zustande, würde in Sachen Mobilfunk jedoch eine kartellrechtliche Konfliktsituation entstehen, da Veba an E-Plus beteiligt ist und Viag an der Viag Interkom, die das E2-Netz betreibt. Die Wettbewerbshüter würden diesen Tatbestand sicher nicht dulden. Ein Verkauf von E-Plus macht deshalb aus Sicht von Veba und Viag durchaus Sinn.