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12.11.1999 - 

Mobile Datenübertragung mit Dect einfach wie Telefonieren?

Konsortium will Anwender von der Leine lassen

PARIS (ave) - Eine Gruppe von Herstellern hat das Dect Multimedia Consortium (Dect-MMC) gegründet. Sie wollen das ursprünglich für das schnurlose Telefonieren entwickelte Verfahren für die Vernetzung von Privathaushalten etablieren.

Digital Enhanced Cordless Telephony (Dect) hat sich als Standard für kabelfreie Telefone im Heimbereich längst durchgesetzt. Basierend auf dieser Technologie hat der Hersteller Dosch & Amand die Erweiterung Dect Multimedia Access Profile (DMAP) entwickelt, die nach den Vorstellungen des Dect-MMC nun zur mobilen Übertragung von Multimedia- und Sprachdaten genutzt werden soll. Mit dem zur Vernetzung verschiedener Geräte bislang nötigen Kabelsalat in privaten Haushalten sei dann Schluß.

DMAP versucht, dem unter anderem von Nokia bevorzugten Verfahren Bluetooth den Rang abzulaufen. Verglichen damit sei DMAP wesentlich besser dazu geeignet, Sprache und Daten gleichzeitig zu übertragen. Mit DMAP kommunizieren entsprechend ausgestattete Geräte über eine Entfernung von bis zu 300 Metern mit 128 Kbit/s kabellos miteinander, 2 Mbit/s liegen im Bereich des Möglichen.

Gegenüber Bluetooth besitzt DMAP zudem den Vorteil, bereits standardisiert zu sein. Konkrete Umsetzungen wurden zusammen mit dem Dect-MMC vorgestellt. So hat etwa der Hersteller Ascom mit "Voodoo" eine Lösung für mobile Heimvernetzung mit DMAP präsentiert, die ab Januar zum Preis von etwa 1000 Mark verfügbar sein soll. Das Paket enthält eine Dect-Basisstation, ein schnurloses ISDN-Telefon sowie eine PC-Card, um Laptops den kabellosen Internet-Zugang zu ermöglichen.

Der Anbieter Screendesign hat auf Basis von DMAP sein "Freepad" entwickelt. Damit erhalten Käufer ein etwa DIN-A4-großes, tragbares Kommunikationsgerät, das zum Surfen im Internet und zum Telefonieren geeignet ist. Die Bedienung erfolgt direkt über den Touchscreen. Der norwegische Hersteller rechnet mit der Serienreife für Mitte des nächsten Jahres. Auch im Büroumfeld soll DMAP genutzt werden: Canon plant unter anderem, seine Drucker so auszustatten, daß sie über DMAP angesprochen werden können.

Derzeit unterstützen 13 Hersteller die Initiative. Unter den Befürwortern finden sich unter anderem Ericsson, Ascom, Hagenuk, Canon und die holländische KPN Telecom.