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Intel strebt Vereinheitlichung an


29.11.2002 - 

Konvergenz auch auf Prozessorebene notwendig

MÜNCHEN (CW) - Die Zukunft liegt im Mobile Computing, verkündet die Industrie seit Jahren. Was den Markt behindert, sind inkompatible Hard- und Softwarearchitekturen. Intel bemüht sich, zumindest innerhalb der eigenen Produkte, wie der Pentium 4 zeigt, ein gewisses Maß an Einheitlichkeit zu erreichen.

Softwareentwickler sehen sich schon jetzt einer Vielzahl unterschiedlicher Chiparchitekturen und Betriebssysteme in den jeweiligen Gerätegattungen gegenüber. Sie müssen abwägen, für welche Plattform es sich lohnt, Programme zu entwickeln. Die Chiphersteller wissen um die Nöte der Entwickler und versuchen, möglichst durchgängig kompatible Produktreihen auf den Markt zu bringen. Zumindest soll die weitere Verwendung der Software auch auf neuen Plattformen erlaubt sein, um so den Programmierer an den Hersteller zu binden.

Jüngstes Beispiel dafür ist der Intel-Spross Pentium 4. Der Prozessor überspringt nicht nur erstmals die Drei-Gigahertz-Marke, er nutzt auch das schon für Server-Prozessoren genutzte Verfahren "Hyperthreading". Diese Technik gaukelt dem Betriebssystem vor, dass zwei Prozessoren für die Abarbeitung der Programme bereitstehen, so dass zwei Threads gleichzeitig ausgeführt werden. Die bessere Auslastung der Ausführungsressourcen (Execution Units) im Chip bedeutet für den Anwender, dass sich das Programm schneller abarbeiten lässt - vorausgesetzt, es handelt sich dabei um eine Multithreaded-Applikation oder es werden zwei Programme parallel benutzt.

Intel hatte die Hyperthreading-Technik bereits für die "Xeon"-Prozessoren, die die Server antreiben, eingesetzt. Jetzt kommt die Beschleunigungstechnik auch Desktop-Rechnern zugute. Zur Unterstützung der Softwareindustrie bietet Intel diverse Werkzeuge inklusive einem "Thread-Checker" an, der etwaige Programmierfehler aufspüren soll, denn die Entwicklung von Multithreaded-Anwendungen erfordert mehr Know-how. Für den Chiphersteller ist es wichtig, dass sich die Programmierergemeinde mit der neuen Technik möglichst rasch vertraut macht: "Hyperthreading ist auf lange Sicht für unsere gesamte Pentium-Familie gedacht", erklärte Glenn Hinton, Intel Fellow bei der Desktop Platform Group. In ein, zwei Jahren, wenn der Drei-Gigahertz-Pentium den unteren Leistungsbereich abdeckt, soll Hyperthreading eine alltägliche Funktion geworden sein.

Wie wichtig für die Chipindustrie die Konvergenz - also eine einzige Entwicklungsplattform für die verschiedensten Geräte - ist, unterstrich Paul Otellini, President und COO von Intel, kürzlich auf dem hauseigenen Entwicklerforum: "Silizium ist der Motor der Konvergenz, und wir wollen, dass Intel-Silizium den gemeinsamen Nenner dafür darstellt. Wir wollen die Konvergenz durch Integration erreichen." Im kommenden Jahr soll deshalb ein einheitliches Software Development Kit auf den Markt kommen, das für einige der hauseigenen Chiparchitekturen taugt. Der Spagat zwischen mobilen und Desktop-Rechnern ist der Chip-Company bereits gelungen: Der "MMX"-Multimedia-Befehlssatz ist auf die "Xscale"-Architektur für Mobilgeräte portiert. Beide Maßnahmen zusammen könnten den angepeilten Massenmarkt für drahtlose und mobile Geräte sowie für andere Devices wie Settop-Boxen befördern. Die Service- und Content-Lieferanten stehen bereits in den Startlöchern. (kk)