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15.01.2007

Konvergenz mit iPhone und Apple TV

Mit "iPhone" und "Apple TV" stellte Steve Jobs auf der Macworld Expo in San Francisco zwei Produkte vor, die Mobilfunk, IT und Unterhaltungselektronik zusammenwachsen lassen.

Von Dr. Thomas Hafen

Keine neue PC-Hardware, kein Wort über Mac OS X 10.5 - die Keynote von Steve Jobs, mit der er die Macworld Conference & Expo eröffnete, enttäuschte so manchen Apple-Freak. Die Messe, die vom 8. bis 12. Januar 2007 in San Francisco stattfand, gilt als Trendbarometer für den Mac-Markt - und der geht in Richtung Consumer Electronics: Statt neuer Rechner stellte Jobs das Telefon "iPhone" und die Settop-Box "Apple TV" vor, und verkündete, dass das Unternehmen in Zukunft auf das "Computer" im Firmennamen verzichten werde.

Revolution ...?

Am meisten Aufsehen erregte das iPhone, das Jobs als revolutionäre Kombination aus iPod, Telefon und Internet-Zugangsgerät bezeichnete. Schon der Name war eine Überraschung, denn die Marke "iPhone" hat sich Cisco gesichert. Das Unternehmen vertreibt IP-Telefone der Tochter Linksys unter diesem Namen. Der Netzwerkhersteller verklagte Apple denn auch prompt.

Dabei hat das Apple-Handy wenig mit den Linksys-Geräten gemein. Das 11,5 x 6 x 1,2 Zentimeter messende und 135 Gramm schwere Handy bietet ein völlig neues Bedienkonzept ohne Tastatur und Eingabestift. Der Nutzer steuert das Gerät stattdessen per "Fingergesten" über den 3,5 Zoll großen Touchscreen, der 320 x 480 Pixel Auflösung bietet. So lässt sich beispielsweise in ein Bild zoomen, indem man mit zwei Fingern eine zangenförmige Bewegung auf dem Display ausführt. Zum Wählen oder Tippen von E-Mails und Kurznachrichten kann sich der Anwender eine Tastatur anzeigen lassen. Zur Ausstattung des auf Mac OS X basierenden Geräts gehören eine 2-Megapixel-Kamera, vier oder acht GB Flash-Speicher, ein Quadband-GSM-Radiomodul, das EDGE-kompatibel ist, WLAN und ein Dock-Connector, über den sich das iPhone beispielsweise mit iTunes synchronisieren lässt.

... oder Fehlgeburt?

Das Gerät bietet aber auch Anlass zu einiger Kritik. So fehlt ein UMTS-Modul, was das Gerät für europäische und asiatische Kunden unattraktiv macht. Der Akku, der bis zu fünf Stunden Sprechzeit und 16 Stunden Musik garantieren soll, lässt sich außerdem nicht so einfach vom Nutzer austauschen - ein Problem, das schon beim iPod zu viel Kritik geführt hatte. Schließlich dürfte der Preis so manchen potenziellen Anwender abschrecken: In USA kommt das Gerät laut Apple im Juni dieses Jahres für 499 Dollar (4-GB-Version) beziehungsweise 599 Dollar (8-GB-Version) exklusiv in Kombination mit einem Zweijahresvertrag des Netzbetreibers Cingular auf den Markt. In Europa soll es Ende 2007 erhältlich sein - über welche Mobilfunkanbieter steht noch nicht fest. Wer ein iPhone schon mal ohne Vertrag vorbestellen möchte, muss tief in die Tasche greifen: Das Acht-GB-Modell kostet bei Amazon.de knapp 1.000 Euro.

Die Fernsehbox

Im Trubel um das iPhone ging die zweite Produktneuheit fast unter. Die Settop-Box "Apple TV", deren Prototyp Jobs bereits im September 2006 als "iTV" vorgestellt hatte, ist mit einer 40-GB-Festplatte ausgestattet und unterstützt HDTV (720p). Sie kann mit den iTunes-Inhalten eines Rechners synchronisiert werden und außerdem Content von fünf weiteren Rechnern auf ein TV-Gerät streamen. Apple TV lässt sich ab sofort für 299 Euro vorbestellen. Die Auslieferung beginnt im Februar.