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06.08.1976 - 

Genossenschafts-Rechenzentrale

Konzentration zahlt sich

LEHRTE-AHLTEN - Monatlich 80 Prozent Auslastung und mehr erzielte die Genossenschafts-Rechenzentrale Norddeutschland im vorigen Jahr bei ihren Zentraleinheiten - im Gegensatz zu einem Branchendurchschnitt von 50-60 Prozent. Sparmaßnahmen und die gute Hardware-Auslastung ermöglichten Mitte 1975 eine Senkung der Gebühren für die Standardverfahren der Kredit- und Warengenossenschaften um 7 Prozent. Hauptnachteile des hohen Auslastungsgrades waren laut GRZ-Geschäftsbericht: Gelegentlich verspätete Auslieferung der Unterlagen in die Kunden, zu lange Antwortzeiten, beim Dialogverkehr und Einschränkung der Testarbeiten an den für das Bankgeschäft typischen Spitzentagen.

Aus drei RZ entstanden

Das GRZ, das aus der Zusammenlegung der drei norddeutschen Genossenschaftsrechenzentren RDZ Hannover, RDZ Weser-Ems und Vodag mit zusammen sieben Betrieben entstand, konzentrierte Ende 1974 die Datenverarbeitung auf die Rechenzentren Ahlten bei Hannover, Oldenburg und Hamburg. In Ahlten und Oldenburg ist je eine IBM 370/158 (2048 KB) installiert, in Hamburg eine 370/145. Alle drei Systeme laufen unter OS/VS 1; für die Überwachung und Dokumentation der rund 40 000 Magnetbänder wird das Software-Paket Namic IV eingesetzt, für die Verwaltung der Programmdateien und die Dokumentation von Programmänderungen Advor 710 von ADV-Orga (Langzeitarchivierung der Programmlisten auf Mikrofilmkarten).

Ausweichmöglichkeit: DFV

Die beiden 158 werden im Lauf dieses Jahres durch 168 ersetzt - geplant ist außerdem eine Verbindung der drei Rechenzentren über DFV-Standleitungen, um Ausweichmöglichkeiten in eigenen Unternehmen zu sichern. Zusätzlich sollen die Rechenzentren DFV-Wählleitungsanschlüsse - für die Verbindung zum GENO-Netz erhalten.

Zwischenlagerung der Information ist unwirtschaftlich

"Der Informationsbedarf der Anwender wird in den derzeitigen Standardverfahren aus Listen, Kontenspiegeln und anderen, maschinell im Stapelbetrieb erstellten Vordrucken gedeckt" heißt es im GRZ-Geschäftsbericht für 1975. "Erstellungsort und Erstellungszeitpunkt dieser Unterlagen sind dabei nicht identisch mit Ort und Zeit des Informationsbedarfes. Das ergibt zwangsläufig eine mehr oder minder aufwendige Zwischen-Lagerung der Information mit kostspieligen und zeitraubenden Einsortier-, Such- und Transportvorgängen. Das gilt in ähnlicher Weise auch für den Mikrofilm, bei dem der einfacheren Ablageform eine aufwendigere Lesetechnik gegenübersteht."

Die GRZ, die unter anderem 618 Kreditinstitute mit zusammen 24,6 Milliarden Mark Bilanzsumme im Raum Niedersachsen/Schleswig-Holstein betreut glaubt, daß "in Teilbereichen der Aufwand für eine möglichst hohe Lieferbereitschaft aktueller Information in der Technik von heute bereits unwirtschaftlich ist" und daß diese Situation von Jahr zu Jahr ungünstiger wird. Die GRZ erwartet deswegen "in den nächsten Jahren einen akuten Bedarf an wirtschaftlichen und praktischen Abfragemöglichkeiten."