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13.06.2014 - 

n.run-Vorstand Ralph-Peter Quetz

"Konzernaufbau war Ursache für Vitec-Insolvenz"

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, Security und E-Commerce. Außerdem ist er im Event-Geschäft tätig.
Regina Böckle durchforstet den Markt nach Themen, die für Systemhäuser und Service Provider relevant sind - oder es werden könnten - und entwickelt dazu passende Event-Formate.
Der Insolvenzverwalter der n.runs-Gruppe, zu der auch der Distributor Vitec gehört, sucht derzeit fieberhaft nach Investoren für den angeschlagenen Konzern, der sich auf das Geschäft mit Video- und Konferenzlösungen fokussiert hat.

Für die 100 Mitarbeiter der n.runs AG geht die Hängepartie erst einmal weiter. Nachdem die Banken die Kreditlinien gestrichen hatten, musste der börsennotierte Konzern Anfang Juni Insolvenz anmelden. Nur wenige Tage später führte auch für die n.runs-Töchter n.runs professionals GmbH, Vitec Distribution GmbH, Vidco media systems GmbH und Vicontec Distribution GmbH, kein Weg mehr am Amtsgericht vorbei.

In Schieflage geraten war die Unternehmensgruppe allerdings schon lange zuvor: Bereits im Februar teilte n.runs mit, dass ihre Aktien ab 10. September 2014 nicht mehr am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden und riet den Anlegern, ihre Wertpapiere zu verkaufen.

"Die Transaktionskosten zum Aufbau des Konzerns haben uns erheblich belastet und letztlich zur Insolvenz geführt, obwohl unsere operativ tätigen Einzelgesellschaften gut aufgestellt sind. Für Investoren bieten diese Gesellschaften interessante Chancen", erklärt Ralph-Peter Quetz, Vorstandsvorsitzender der n.runs AG.

Die Geschäfte der Unternehmensgruppe leitet seitdem der vorläufige Insolvenzverwalter Robert Schiebe, der nach Investoren sucht. Der Umsatz der Firmengruppe belief sich im Jahr 2012 auf 32,2 Millionen Euro. Ob es bereits Interessenten gibt, ließ der Insolvenzverwalter offen. Man arbeite an der Stabilisierung des laufenden Betriebs: "Die Geschäfte der n.runs AG und der Vitec Distribution GmbH laufen weiter. Mit Lieferanten und Kunden führen wir intensive Gespräche. Die Löhne und Gehälter der rund 100 Mitarbeiter der Gruppe sind zunächst über das Insolvenzausfallgeld gesichert", erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Robert Schiebe von der Mainzer Kanzlei Schiebe und Collegen. .

Vitec hat sich vor allem als Spezialdistributor in den Marktsegmenten Audio/Video und Videokonferenz-Systeme einen renommiereten Namen erarbeitet und steuert den Löwenanteil zum Gruppenumsatz bei. Erst Ende März 2014 übernahm Vitec die Distribution der Canon-Projektoren auf. Darüber hinaus waren die Mainzer im engen Geschäftskontakt mit der Deutschen Telekom.

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