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Cap Gemini in Europa-Rangliste auf Rang zwei


23.04.1993 - 

Konzerngroesse macht IBM zum Marktfuehrer bei den DV-Services

Big Blue konnte 1992 einen Marktanteil von rund 5,8 Prozent fuer sich verbuchen. Insgesamt setzte der Konzern in Europa knapp 39 Milliarden Mark um, davon entfielen rund 4,1 Milliarden Mark auf DV-Services.

Der Marktanteil des franzoesischen Verfolgers Cap Gemini Sogeti faellt mit 4,2 Prozent oder 2,9 Milliarden Mark deutlich geringer aus. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher der Londoner Ovum Ltd. in ihrer Studie "Computing Services Markets Europe". Auf den Plaetzen hinter den beiden Spitzenreitern folgen mit einigem Abstand Digital Equipment (2,6 Prozent), EDS (2,4), Olivetti (2,3), Andersen Consulting (2,1), Finsiel (1,8), Siemens-Nixdorf (1,8), Unisys (1,6) und Debis Systemhaus (1,6).

Die Marktforscher fassen unter dem Sammelbegriff DV-Services folgende Geschaeftszweige zusammen: Systemberatung, Software- Entwicklung, Systemintegration, Body-shopping, Outsourcing, Katastrophenvorsorge, Schulung und Third-party-Maintenance. Ovum geht davon aus, dass diese Maerkte gerade in Zeiten konjunktureller Schwaeche vor allem fuer DV-Grosskonzerne an Bedeutung gewinnen.

Fuer die Hardwarehersteller spielen DV-Dienstleistungen traditionell eine wichtige Rolle: Ohne Serviceleistungen lassen sich Produkte nicht verkaufen. Allerdings bleibt dieses Geschaeft in Relation zum Gesamtumsatz weniger bedeutend. So erwirtschaftet die IBM nur knapp elf Prozent ihres europaeischen Ergebnisses mit Services. Diese Quote reicht bei der Groesse des Konzerns jedoch aus, um die Marktfuehrerschaft zu behaupten.

Die Analysten gehen davon aus, dass der neue Chief Executive Officer Louis Gerstner alles daransetzen wird, den Dienstleistungsanteil am Gesamtgeschaeft zu erhoehen. Die Umsetzung dieses Plans duerfte der IBM jedoch ebenso wie allen anderen Hardware-Anbietern schwerfallen. Branchenbeobachter sind sich naemlich in der Prognose einig, dass grosse Unternehmen kuenftig lieber auf unabhaengige Dienstleister vertrauen werden als auf Konzerne, die das Produktgeschaeft mit dem Dienstleistungsgewerbe verbinden.

IBMs Vorbild beim Versuch, am Servicemarkt besser Fuss zu fassen, koennte Unisys sein: Das Unternehmen generiert heute bereits 27 Prozent seines Umsatzes mit Dienstleistungen. Bei Olivetti liegt diese Quote bei immerhin 20 Prozent, und Digital erwirtschaftet rund 17 Prozent des Gesamtresultats mit DV-Dienstleistungen. Einen ungewoehnlich geringen Anteil von Serviceleistungen weist neben der IBM nur Siemens-Nixdorf auf: Die Muenchner erwirtschaften lediglich zehn Prozent ihres Turn-over mit DV-Services.