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10.03.1989 - 

Die "Pact"-Partner von Siemens:

Kooperationen verbinden Telefon und Computer

"Was bedeuten die PBX-Computer-Kooperationen für Ihr Unternehmen, wo liegen bei Ihnen die Schwerpunkte?" Diese Frage stellte die COMPUTERWOCHE den hier zitierten Repräsentanten der Pact-Partner: Digital Equipment, Hewlett-Packard, Mannesmann Kienzle sowie Siemens Bereich Datentechnik und IBM.

Digital Equipment

Hans-Jörg Rieder, Vorsitzender der Geschäftsführung der Digital Equipment GmbH:

Wir bei Digital haben schon vor Jahren entschieden, Telefon-Nebenstellenanlagen nicht selbst anzubieten, sondern uns auf unsere Stärken im Computergeschäft zu konzentrieren. Darüber hinaus entwickeln wir für "PBX Computer-Lösungen" systematisch Kooperationen mit starken Partnern der Telecom-Industrie.

Siemens ist für uns gerade in Deutschland und Europa ein strategisch wichtiger Partner. Die Kontakte zu CIT-Pilotkunden haben gezeigt: In Deutschland kommt es gut an, wenn Digital und Siemens gemeinsam auftreten.

Wir gehen jetzt gemeinsam mit Siemens zu den Applikations-Herstellern, und wir sind dabei, die Infrastruktur zur Zusammenarbeit im Vertrieb und im Service der Verbundlösungen aufzubauen.

Wir werden noch in diesem Jahr CIT-Lösungen auf unseren VAX im Verbund mit Hicom anbieten.

Dave Cleveland, für das CIT-Programm weltweit verantwortlicher Projektleiter:

Wir haben CIT-Kooperationen mit Partnern der Telecom-Industrie systematisch entwickelt und inzwischen Vereinbarungen erreicht mit Siemens, Northern Telecom, British Telecom/Mitel, Philips, Ericsson, GPT sowie mit NEC in Nordamerika.

Bei der Entwicklung des CIT-Konzeptes haben wir eine offene Architektur angestrebt, die auf Standards ausgerichtet ist, Portabilität der Applikationen ermöglicht und sich auf vielen verschiedenen Computersystemen und Architekturen implementieren läßt.

Hewlett-Packard

Eckhard Braun, Vertriebsleiter und Geschäftsführer der Hewlett-Packard GmbH:

Wir unterstützen zunächst gemeinsam Lösungen zur In-house-Kommunikation für Sprache und Daten auf der Basis der bestehenden Telefonleitungs-Infrastruktur:

Über das ISDN-Kommunikationssystem Hicom von Siemens können HP-Bildschirme oder HP-Vectra-PC flexibel auf unsere HP-Computersysteme zugreifen.

Darüber hinaus läßt sich die von Hicom genutzte Telefonverkabelung auch für unser Produkt HP-Starlan 10 verwenden, als LAN mit 10 MBit/s. Das haben wir gemeinsam verifiziert, das ist ein weiterer Punkt unserer Zusammenarbeit.

Wir haben nicht nur erfolgreich die System-Verbundtests durchgeführt, sondern auch Vereinbarungen zur Zusammenarbeit der Kundendienstorganisationen getroffen.

Für uns ist diese Kooperation mit Siemens wichtig, weil sie den Wünschen unserer Kunden Rechnung trägt. Sie ist Teil eines Programmes, das David Rose bei HP in Grenoble koordiniert.

David Rose, Direktor für die strategischen Kooperationen in Europa, HP Grenoble:

Hewlett-Packards Zusammenarbeit mit PBX-Herstellern hat neben der Nutzung der Telefonleitungs-Infrastruktur für Sprache und Daten weiterreichende Ziele:

Unterstützung des Anwendungsverbunds von Nebenstellenanlage und Abteilungscomputer für integrierte Applikationen.

Umfassendes Netzwerkmanagement. Dies ist besonders wichtig für Kunden, die größere Netzwerke betreiben.

Unterschiedliche herstellerspezifische Netzadministrationen in einem Netz sind wenig sinnvoll, unsere Kunden erwarten ein standardisiertes, herstellerübergreifendes Netzwerkmanagement. Deshalb arbeiten zum Beispiel Hewlett-Packard und Siemens im Network Management Forum zusammen, um OSI-Netzwerkmanagement voranzubringen.

Unsere Zusammenarbeit mit Siemens ist nicht exklusiv. Hewlett-Packard unterhält neben einer Kooperation mit Northern Telecom in Amerika auch enge Kontakte zu Alcatel und den Alcatel-Tochterunternehmen. Daneben haben wir Nebenstellenanlagen Ericsson, Plessey, Nokia und Telenorma getestet.

Partner in Europa im Telekommunikationsbereich sind für HP besonders wichtig, weil die weltweite Verantwortung für HP-Produktentwicklungen bei X.25 und ISDN in Europa liegt.

Mannesmann-Kienzle

Prof. Dr. Norbert Szyperski, Vorsitzender der Geschäftsführung:

Mannesmann-Kienzle als Computer-Hersteller und Siemens als PBX-Hersteller kooperieren zum "PBX and Computer Teaming". Sie schaffen damit die Basis für neue, integrierte Gesamtlösungen.

Nach dieser Vereinbarung können den Kunden künftig erprobte Verbundlösungen mit Computern und Anwendungen von MK und der Hicom PABX von Siemens angeboten werden.

Die Kooperation umfaßt eine Zusammenarbeit in Systemplanung, Entwicklung und Vertrieb sowohl für

- den Anwendungsverbund zwischen Computer und PABX zur "Computerintegrierten Telefonie"

- die Datenkommunikation zwischen Mannesmann-Kienzle-Terminals und Computern über die Hicom-PBX (Geräte-Verbindbarkeit)

Die Partner beabsichtigen, die Computer und PBX-Verbundlösungen zunächst durch partnerschaftlichen Vertrieb (durch Anbietergemeinschaft) zu vertreiben.

Beide Unternehmen werden diese Vereinbarung als wichtige Basis für eine langfristige Kooperation auf dem Gebiet der Computer und PABX Verbundlösungen.

Mannesmann-Kienzle und Siemens werden ein erstes Ergebnis ihrer Zusammenarbeit, das Anwendungsbeispiel einer Hicom & Mannesmann-Kienzle-Verbundlösung "Computer & Telefonie" zur CeBIT 89 vorstellen.

Siemens

Werner Schmücking, Leiter des Vertriebes Private Kommunikationssysteme und Netze:

Wichtig erscheint mir nicht nur, daß erreicht wurde, daß die Produkte verschiedener Hersteller zusammenpassen; entscheidend ist, daß die Vertriebe zunehmend verstehen, dem Kunden ihre Produkte "untergehakt" mit dem Partner als Verbundlösung anzubieten. Und nicht zuletzt, daß auch der Service dafür geregelt

ist.

Siemens Bereich Datentechnik

Dr. Rudolf Bodo, Leiter der Systemplanung, Siemens Datentechnik

Wir realisieren eine Entwicklungsplattform CIT für den Computer-PBX-Anwendungsverbund sowohl für unsere BS2000- wie auch für unsere Sinix-Systeme.

Das CIT-Interface in Sinix wird etwa Ende 89 verfügbar sein. Die CIT-Kopplung mit Hicom erfolgt auf Basis einer ISO-konformen Transportsäule. Als Hauptzielgruppe für das CIT-Interface sehen wir branchenkundige Anwendungsprogrammierer. Die CIT-Anwendungen lassen sich in der heute üblichen Hochsprache- bzw. DB-Umgebung und weitgehend ohne Detailkenntnisse der Telefontechnik entwickeln.

Wir werden auf der Grundlage der CIT-Plattform einige wichtige CIT-Applikationen selbst realisieren. Darüber hinaus sind wir vorbereitet für projektspezifische Lösungen entsprechend den Anforderungen unserer Kunden und den Vorstellungen der Softwarehäuser.

IBM

Ulf Bohla, Direktor Telekommunikation und Services:

Durch die Vereinbarung mit Siemens erweitern wir unsere Möglichkeiten, unseren Kunden Telekommunikationslösungen anzubieten.

Telekommunikation ist ein Schlüsselbereich in unseren Geschäftsaktivitäten und wir wollen unseren Kunden die besten Lösungen in diesem Bereich anbieten. Das bedeutet:

Wir müssen unseren Kunden Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung stellen, die es ihnen ermöglichen, Sprach- und Datennetze aufzubauen, zu erweitern und effektiv zu betreiben.

Wichtige Elemente dieser Strategie sind die umfassende Verknüpfbarkeit in diesen Netzen (any-to-any connectivity), Sprache/Daten-Anwendungen, die Unterstützung internationaler Standards und das Netzwerkmanagement der Kundeninstallation.

Wir werden auch in Zukunft alle Möglichkeiten ausschöpfen, unsere Kunden mit den besten Produkten und Lösungen für ihre Anforderungen zu versorgen.