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26.02.1982 - 

Teures Know-how macht den Markt schwierig:

Kopierer-Intelligenz - "laserweise"

War im Herbst vergangenen Jahres noch Unsicherheit verbreitet, was die Begriffsbestimmung und Anwendung sogenannter intelligenter Kopierer angeht, so ist dies ein halbes Jahr später gottlob anders. Da ist eben wirklich nicht alles "intelligent", was drucken, kopieren und in gewisser Weise Texte verarbeiten kann. Nur weiß man das jetzt besser.

In jedem Falle müssen "intelligente Kopierer" - selbstverständlich wie schon der Name sagt - kopieren können. Schnell natürlich und in exzellenter Qualität. Nächstes Kriterium ist das Drucken. Und zwar von elektronischen Speichermedien herunter, nicht von Vorlagen weg: Floppies, Bänder, Computer oder Leitungen. Das heißt freilich auch, nicht nur Text muß gedruckt werden können, sondern auch Zeichnungen und Grafiken.

Drucken aufgepfropft

Wichtigstes Kriterium für den intelligenten Kopierer ist aber seine Fähigkeit zur Kommunikation. Im Klartext: Er muß unter Umständen online an einen Rechner anschließbar sein, über Modem und an andere derartige Systeme, über öffentliche Netze oder Dienste laufen können und - viel besprochen neuerdings - lokale Netzwerke, zum Beispiel auch an Ethernet, das Kommunikations-Netzwerk von Xerox.

Im Endeffekt- also ist beim intelligenten Kopierer auf das Kopieren das Drucken aufgepfropft. Hinzu kommt die Möglichkeit, Textverarbeitungssysteme anzuschließen.

Markt bleibt Spekulation

Trotz dieser möglichen "Tausendsassa-Funktionen" bleibt nach Ansicht auch deutscher Fachleute die Überlegung über den Markt für intelligente Kopierer in Deutschland oder gar Europa blanke Spekulation: "Markt und Verbreitung werden einfach bis jetzt noch bezweifelt", kommentierte ein Branchenexperte. So nimmt es denn auch nicht wunder, daß es nur so wenige Anbieter eben in diesem Marktsegment gibt. Die Japaner haben erste Prototypen herausgebracht, mit denen man allerdings und von der Anwendung her keine Erfahrung hat.

IBM vertreibt die 6670 und Xerox in den USA die 5700 - viel mehr scheint da nicht zu sein. Der Grund: Hier liegt eine Menge Know-how über Lasertechnik und xerografische Verfahren, das halt sehr kostenintensiv ist. Und bei sechsstelligen Preisen überlegt man sich als Benutzer die Wirtschaftlichkeit solcher intelligenter Kopier-Systeme.

*Georg Wadehn, Rank Xerox GmbH, Düsseldorf