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04.12.1974 - 

HP-Interface-Bus:

Kopplungssystem für Meß- und Steuersysteme

Zur Automatisierung meßtechnischer Vorgänge in Industrie und Forschung bietet Hewlett Packard den HP-Interface-Bus als Lösung.

Mit dem Interface-Bus wird ein voll integriertes Meßwerterfassungssystem mit Diagnose- und Überprüfungssoftware zur Verfügung gestellt.

An der Interface-Entwicklung waren Philips und Siemens maßgeblich beteiligt. Genauso wie bei einer Busverbindung von Haltestelle zu Haltestelle verläuft im HP-Interface-System der Datenaustausch zwischen den einzelnen gekoppelten Meß- und Steuereinheiten.

Das HP-Interface-Bus-System ist ein Interface-Konzept: Durch Zusammenschalten mit einem 16adrigen Kabel können bis zu 14 Geräte mit einer Steuereinheit zusammengeschlossen werden, bis auf eine Entfernung von 20 Meter.

Als Steuersystem können Tischrechner oder Prozeßrechner angeschlossen werden, die Informationsaufnahme und -abgabe wie die Überwachung des Gesamtsystems übernehmen. Programm und Datenspeicher ist der Tischrechner HP 9830 A mit einem Arbeitsspeicher bis zu acht K16-bit-Worten. Zusätzlich ist ein Kassettenspeicher eingebaut, der weitere 30 K-Worte aufnimmt.

Für komplexe Systeme mit umfangreicher Speicherkapazität und schnellem Datendurchsatz ist der Einsatz eines multiprogrammierbaren Computers innerhalb eines Real-Time-Executive-Systems notwendig, um gleichzeitig mehrere Jobs durchzuführen.

Bei dem 16adrigen Kabel werden acht Leitungen zum Austausch von Informationen wie Meßdaten, Adressinformationen, Steuer- und Programmierungsanweisungen - und wenn erforderlich - Statusinformationen verwendet (Datenschiene). Über drei weitere Leitungen - der Transferschiene - wird der Datenaustausch überwacht.

Fünf weitere Leitungen werden als Steuerschiene eingesetzt, dabei sind die fünf Leitungen mit dem Steuerelement des Systems verbunden.

Bei dem Interface-Bus-System kann jedes Gerät Informationen aufnehmen oder abgeben und je nach Adressierung von einer Sendestelle gleichzeitig an mehrere Empfänger, maximal 16, Informationen weitergeleitet werden. Mit einer Leitung können

Informationen in zwei Richtungen gesendet werden: Programmbefehle an die Meßgeräte und Meßwerte von den einzelnen Geräten zur Speicherzentrale.

Die einzelnen Meßergebnisse können mit einem HP-Thermodrucker registriert werden. Mögliche Einsatzbereiche des HP-Interface-Bus sind Produktionsprüfung, Überwachung von Umweltdaten und Prozeßsteuerung.

Hewlett Packard hat zur Zeit zehn Meßgeräte, die mit dem Interface-Bus zusammenschaltbar sind, darüber hinaus drei Tischrechner sowie einen Thermodrucker, die als Systemsteuereinheit eingesetzt werden können. ps

Informationen: Hewlett Packard, Frankfurt 56, Berner Straße 117