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22.01.1988 - 

Third-Party-Vendors ergreifen die Initiative gegen APPCPC

Koprozessor übernimmt LU-6.2-Funktion

FRAMINGHAM (CW)-US-amerikanische Third-Party-Vendors blasen-wieder einmal- zum Sturm gegen die Marktmacht Big Blue: Eine neue Implementierungsmethode des Kommunikations-Protokolls LU 6.2 soll den IBM-Ansatz APPC/ PC (Advanced Program-to-Program Communications/Personal Computer) untergraben.

Geplant haben die Hersteller einen Koprozessor, bestehend aus einer SDLC-, X.25- oder Token-Ring-Karte, auf dem ein Teil der LU-6.2-Software implementiert werden soll. Der im IBM-Modell mit LU 6.2 bepackte PC-Prozessor würde somit entlastet. "Bislang lief keine Anwendung, wenn gleichzeitig Daten zwischen Mikro und Host ausgetauscht wurden", berichtet der Sprecher eines Softwarehauses. Dagegen versprechen sich Branchenkenner von dem Koprozessor bessere Performance und mehr verfügbare Speicherkapazität. Probleme dürften dieser Realisierungs-Version allerdings die Anforderungen an Kompatibilität sowie der Support bereiten.

Die Third-Party-Unternehmen geben sich jedoch optimistisch, denn ihr Implementierungs-Ansatz soll noch einen weiteren Vorteil bieten. Die Entwicklung von Applikationen die von APPC unterstützt werden müssen, ließe sich bei der Koprozessor-Lösung erleichtern und beschleunigen; die Nachfrage nach kommerziellen Anwendungen könnte dann befriedigt werden. Auch bei den Verarbeitungszeiten schneidet die Non-IBM-Alternative besser ab. So sollen Tests beider Systeme belegt haben, daß die durchschnittlichen Verarbeitungszeiten bei APPC/PC rund 53 Sekunden, beim Koprozessor nur etwa 16 Sekunden betragen.

Ob sich die Anwender aber tatsächlich vom Modell der Advanced Program-to-Program Communications abwenden werden, ist noch nicht entschieden. "LU 6.2 wird von den meisten SNA-Anwendern als Standard akzeptiert", förderte jetzt eine Untersuchung der amerikanischen Communications Solutions Inc. zutage, "implementiert wurde das Protokoll allerdings erst bei sechs bis sieben Prozent der User." Bundesdeutsche Kommunikations-Anbieter haben bislang keine konkreten Ansätze in Sachen Koprozessor unternommen. Lediglich die Novell GmbH, Düsseldorf, ließ verlauten, man arbeite an einem eigenen Ansatz, LU 6.2 zu implementieren.