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13.08.2010

KORREKTUR: UPDATE2: ThyssenKrupp erholt sich schneller als erwartet

(In der um 11.13 Uhr gesendeten Meldung wurde im zweiten Satz des zweiten Absatzes für den Umsatz im Vorjahreszeitraum ein falscher Wert angegeben. ThyssenKrupp hat vor einem Jahr im dritten Quartal 9,3 Mrd und nicht 7,9 Mrd EUR erlöst.

(In der um 11.13 Uhr gesendeten Meldung wurde im zweiten Satz des zweiten Absatzes für den Umsatz im Vorjahreszeitraum ein falscher Wert angegeben. ThyssenKrupp hat vor einem Jahr im dritten Quartal 9,3 Mrd und nicht 7,9 Mrd EUR erlöst.

Der gleiche Fehler findet sich an gleicher Stelle in der um 8.53 Uhr gesendeten Meldung und dem um 7.50 Uhr gesendeten ersten Update.

Es folgt die korrigierte Fassung des Update2.)

UPDATE2: ThyssenKrupp erholt sich schneller als erwartet

(NEU: Analysten, Aktienkurs)

Von Martin Rapp DOW JONES NEWSWIRES

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Industriekonzern ThyssenKrupp erholt sich zunehmend von der Wirtschaftskrise. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 (per Ende September) hat das Unternehmen das beste Ergebnis seit Sommer 2008 erzielt. Der DAX-Konzern hob am Freitag nach den besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen seine Gewinnprognose an.

Von April bis Juni erlöste die in Duisburg und Essen ansässige ThyssenKrupp AG 11,7 Mrd EUR. Das waren deutlich mehr als die 9,3 Mrd EUR ein Jahr zuvor. Vor Steuern wurde ein Überschuss von 414 Mio EUR verbucht, nachdem im Vorjahr noch ein Fehlbetrag von 772 Mio EUR verzeichnet wurde. Damit übertraf ThyssenKrupp die Analystenschätzungen deutlich.

Das Unternehmen begründete das Wachstum bei Umsatz und Gewinn mit den Erfolgen der konzerninternen Sparanstrengungen sowie der konjunkturellen Erholung besonders im Automobilsektor und im Maschinenbau. Der Anstieg der Rohstoffkosten bei der Stahlproduktion sei durch höhere Verkaufspreise und eine verbesserte Auslastung vollständig kompensiert worden, hieß es. Die Edelstahlsparte schrieb dank gestiegener Preise im dritten Quartal wieder schwarze Zahlen.

Dank des um 38% über dem Vorjahreswert liegenden Auftragseingangs von 10,9 Mrd EUR im dritten Quartal blickt ThyssenKrupp weiterhin optimistisch in die nähere Zukunft. Das Unternehmen geht nun statt einer stabilen Umsatzentwicklung von steigenden Erlösen in diesem Geschäftsjahr aus. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern soll sich Ende September im mittleren bis höheren dreistelligen Mio-EUR-Bereich bewegen. Bislang ging der Konzern von einem niedrigen dreistelligen Millionenbetrag aus.

Die Analysten zeigen sich angetan von den Quartalszahlen von ThyssenKrupp. Karin Meibeyer von der NordLB spricht von "erfreulichen Zahlen"; Ralf Dörper von der WestLB ist ebenfalls positiv überrascht von den Ergebnissen. Die Erhöhung der Ziele sei jedoch zu erwarten gewesen, sagte er. Dörper hält die neue Prognose noch immer für konservativ. Hier gebe es vermutlich noch Potenzial für eine Erhöhung nach oben.

Tatsächlich hat der DAX-Konzern nach neun Monaten schon 923 Mio EUR bereinigten Vorsteuergewinn eingefahren. Wegen der Sommerpause und aufgrund der Anlaufkosten für die Stahlwerke in Nord- und Südamerika werde das Schlussquartal schwächer ausfallen, prognostizierte das Unternehmen. Dörper erwartet, dass die von ThyssenKrupp angekündigten Anlaufverluste der neuen Stahlwerke in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe nun hauptsächlich im laufenden Vierteljahr verbucht werden. Bislang haben die Projekte den Vorsteuergewinn nur mit knapp 100 Mio EUR belastet.

An der Börse teilen die Anleger die positive Sicht der Analysten. Um 10.34 Uhr ist die ThyssenKrupp-Aktie mit einem Aufschlag von 2,6% auf 23,40 EUR klarer Spitzenreiter in einem nur wenig fester tendierenden Leitindex.

Der Kursanstieg ist verständlich, denn auch unter dem Strich bleibt den Anteilseignern nun wieder ein Gewinn. Nach drei Quartalen hat ThyssenKrupp ein Nettoergebnis von 642 Mio EUR verbucht. Das von der Krise geprägte vorige Geschäftsjahr hatte der Konzern mit einem Nettoverlust von 1,9 Mrd EUR abgeschlossen, nachdem der Umsatz um ein Viertel eingebrochen war.

Um gegenzusteuern, wurde ein grundlegender Umbau eingeleitet und ein strikter Sparkurs gefahren. Mittlerweile arbeiten nach Stellenabbau und Unternehmensverkäufen knapp 14.000 Menschen weniger für den Konzern als noch vor einem Jahr. Auch die Verschuldung wurde zurückgefahren. Mit den steigenden Gewinnen erlaubt sich ThyssenKrupp nun wieder höhere Netto-Finanzschulden, die Ende Juni bei 3,75 Mrd EUR und damit rund 1,1 Mrd EUR höher als Ende März lagen.

Webseite: www.thyssenkrupp.com -Von Martin Rapp, Dow Jones Newswires; +49 211 13 87 214; martin.rapp@dowjones.com (Manuel Priego-Thimmel in Frankfurt am Main hat zu diesem Artikel beigetragen.) DJG/mmr/brb

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