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13.09.1996

Kosten von DV-Topologien

Das entscheidende Argument pro NC-Technologie sind die Kosten für den Unterhalt und die Wartung (cost of ownership) eines unternehmensweiten DV-Systems.

Firmen wickeln heutzutage ihre DV klassischerweise in einer heterogenen, dabei desktop-zentrierten Umgebung ab: Dabei können Windows-PCs, 3270-Terminals, Apple-Stationen und Rechner anderer Hersteller in ein Gesamtsystem eingepaßt sein. Solch eine DV-Infrastruktur, bei der sich außerdem die Anwendungen großteils lokal auf den Arbeitsplatzrechnern befinden, ist in puncto cost of ownership die teuerste mögliche Variante einer Unternehmens-DV-Topologie. Die Gartner Group hat für eine derartige Systemlandschaft pro Arbeitsplatz und Jahr Kosten von etwa 10 000 bis 15 000 Dollar ermittelt.

Demgegenüber errechnete Gartner für eine relativ homogene DV-Landschaft - bei der auf den Arbeitsplatzrechnern im Prinzip nur ein Betriebssystem wie etwa Windows eingesetzt wird - jährliche Kosten pro Arbeitsplatz von nur mehr 9000 Dollar.

Die Ausgaben für eine dritte Variante, bei der statt PCs Terminal-Clients, also X-Terminals, in Hochgeschwindigkeitsnetzen eingesetzt werden, berechnet das Marktforschungsinstitut mit etwa 8000 Dollar.

In DV-Strukturen mit Diskless-Clients sinken laut Gartner die Kosten weiter um 1000 auf 5000 Dollar. Noch billiger kommen schließlich sogenannte homogene Dataless-Clients: In solch einer DV-Topologie liegen alle Anwendungen und Daten auf Servern. Die lokalen Festplattenspeicher dienen lediglich als Cache Installationen auf den Arbeitsplatzstationen gibt es nicht, die Clients fahren von einem Server aus hoch (Booten). Solch eine Arbeitsumgebung kostet Unternehmen pro Jahr und Arbeitsplatz etwa 4000 bis 5000 Dollar.

Wolle man schließlich die Kosten für die DV noch weiter minimieren, müßten DV-Verantwortliche all jene Arbeitsbereiche im Unternehmen ausfindig machen, in denen nur eingeschränkte Arbeitsvorgänge erledigt werden und die komplexe Leistungsfähigkeit eines PC-Systems nicht benötigt wird. Klassische Arbeitsfelder seien etwa Call-Center, Auskunfts- oder Flugreservierungssysteme.

Eben diese Tätigkeitsbereiche, so Sun-Manager Schmid, könnten mit der NC-Technologie abgedeckt werden. Durchaus im Sinne der IBM-Strategie, dient der Netzwerkcomputer also als Ersatz für den klassischen 3270-Client. Für solch einen Arbeitsplatz errechnet Gartner - unter Nutzung des neuen NC-Paradigmas - nur noch Kosten von rund 2500 Dollar pro Jahr.