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19.08.1994

Kostendeckung und mehr Transparenz angestrebt Telekom veroeffentlicht neues Tariftableau fuer Datex-P-Dienst

BONN (CW) - Die Telekom hat eine von Kritikern lange geforderte Vereinfachung der Preisstruktur ihres Datex-P-Dienstes angekuendigt. Ziel der Tarifreform, die rueckwirkend zum 1. August 1994 greift, ist nach Angaben des Bonner Carriers eine Vereinfachung der Entgeltstruktur und damit mehr Kostentransparenz fuer die Anwender.

Im neuen Grundendpreis fuer den Telekom-X.25-Service ist bereits ein Mindestvolumenentgelt von 20 Mark (netto) enthalten. Wurden frueher die Kosten fuer Zugang, Anpassung, Verbindungsdauer sowie tageszeitabhaengige Datenvolumina separat berechnet, sind diese heute im Volumenpreis integriert. Dies ist nach Angaben der Telekom zudem auch fuer den groessten Teil der sonstigen Datex-P- Leistungsmerkmale der Fall. Das neue Tariftableau setzt sich somit nur aus dem monatlichen Grundentgelt und der Menge des transportierten Datenvolumens zusammen. Gleichzeitig beinhaltet die Reform, wie es bei der Telekom heisst, "Massnahmen zur Anpassung der Entgeltstruktur an die Kosten der paketorientierten Plattform" - offensichtlich eine Reaktion auf die vom Bundeskartellamt vor kurzem festgestellte unzulaessige Quersubventionierung des Datex-P- Dienstes.

Fuer die Bereitstellung und Aenderung von Anschluessen oder sonstigen Leistungsmerkmalen sowie die Zuteilung einer Benutzerkennung (NUI) und die Bereitstellung von internationalen festen virtuellen Verbindungen

(IFVV) gelten nun, so die Telekom, jeweils nur einmal zu entrichtende Entgelte. Darueber hinaus sollen 48-Bit/s-Anschluesse nicht mehr neu angeboten und nur noch auslaufend betrieben werden; Bitraten von weniger als 2400 Bit/s sind zum Preis eines 2400- Bit/s-Anschlusses erhaeltlich. Fuer bereits vor dem 1. August in Betrieb genommene Anschluesse mit 300 Bit/s, 1200/75 Bit/s und 1200 Bit/s) gelten als Uebergangsregelung bis zum 31. Dezember 1994 folgende monatlichen Grundpreise: 140 Mark (netto) fuer 300 Bit/s, 180 Mark (netto) fuer 1200/75 Bit/s sowie 1200 Bit/s.

Neu in das Datex-P-Angebot aufgenommen wurde der Telekom zufolge die Geschwindigkeitsklasse 19,2 Kbit/s. Ferner ist fuer die synchronen beziehungsweise asynchronen Einwaehlzugaenge eine Erhoehung der Zugangsgeschwindigkeit auf 23 Kbit/s geplant, um den Anwendern auf diese Weise auch eine kostenguenstige Variante im Nahbereich anbieten zu koennen. Diese sogenannten Multifunktionszugaenge bieten nach Angaben des Bonner Postunternehmens sowohl Fehlerkorrektur nach CCITT V.42 oder MNP 4 als auch Datenkompression nach CCITT V.42bis oder NMP5. Ab dem 1. Januar 1995 ist fuer die asynchronen Einwaehlzugaenge (P20F) nur noch die bundeseinheitliche Rufnummer 19553 verfuegbar.