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29.07.1977

Kostendruck öffnet EDV die Praxistüren

Lange haben sich die Ärzte reserviert verhalten bei dem Versuch, Automaten und Computer in das Arzt/Patienten-Verhältnis zu integrieren. Viele Gründe waren dafür maßgebend - angefangen von der ärztlichen Schweigepflicht bis zur Tatsache, daß der Arzt nicht Krankheiten, sondern kranke Menschen behandelt. Unterdessen sind jedoch Rationalisierung und EDV-Anwendung in der Medizin durch die Forderungen nach Maßnahmen zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen zu einem hochaktuellen Politikum geworden. Seither werden die Ärzte in breiter Front "computer minded" und erkennen in zunehmendem Maße, daß diese Systeme wertvolle methodische Hilfsmittel sind, ohne die die Medizin in ihrer Gesamtheit nicht mehr zu bewältigen ist. Selbstverständliches Thema bei Ärztekongressen ist denn auch nunmehr der Einsatz von Rechnern in allen Bereichen der Medizin. Am 20. und 21. Oktober bildet dieses Thema, aufgefächert in Spezialvorträge auch einen Schwerpunkt des diesjährigen Systems in München.

"Medizin in SYSTEMS 77" ist nicht eine der üblichen Vortragsveranstaltungen auf diesem Gebiet, sondern eine Gesamtschau des derzeitigen Entwicklungsstandes durch Verknüpfung dieser Veranstaltung mit einer der größten technischwissenschaftlichen Ausstellungen auf dem Software- und Hardware-Gebiet.

Terminals mit Datenfernübertragung, mit welchen Interessenten gezielte Anfragen an die Systeme stellen können, demonstrieren die Leistungsfähigkeit der Systemexponate. Praktische Vorführungen von sogenannten "Arztcomputern" sind ebenfalls vorgesehen, wobei mit den Besuchern spezifische und individuelle Problemlösungen erarbeitet werden sollen, die gerade im medizinischen Bereich dringend erforderlich sind.

In Zusammenarbeit mit GADAM (Gesellschaft für angewandte Datenverarbeitung und Automation in der Medizin) und GMDS (Deutsche Gesellschaft für medizinische Datenverarbeitung und Statistik) legt der Leiter der Sektion Medizin, Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. E. H. Graul (Stellvertreter: Prof. Dr. A. Habermehl), folgendes Programmkonzept vor:

Medizinische Datenverarbeitung und EDV-Systeme für den niedergelassenen Arzt

- Übersicht über die Tätigkeit des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung: Lösungsalternativen vom Arztcomputer bis zum überregionalen Informationsverbund.

- Erfahrungen mit EDV-Lösungen für den niedergelassenen Arzt. Erfahrungen von Ärzten, die Hard- und Software in ihrer Praxis erprobt haben.

Einsatz von EDV-Anlagen und maschinellen Hilfsmitteln für Auskünfte und Literaturrecherchen im medizinischen Bereich

Die verschiedenen medizinischen Informationssysteme und -dienste, wie DIMDI, SABIR und HECLINET werden vorgestellt.

Rationalisierung des Krankenhausbetriebes

Im Rahmen der zum Politikum gewordenen Kostendämpfung im Gesundheitswesen spielen Rationalisierungsmaßnahmen auf dem gesamten Krankenhaussektor eine entscheidende Rolle. Zu diesem Thema sind fünf Einzelthemen vorgesehen.