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28.07.2005

Kostengünstige Funkvernetzung

Zur drahtlosen Gerätesteuerung kommt mit Z-Wave eine Zigbee-Alternative.

Auf dem Weg zum intelligenten Haus galt Zigbee lange Zeit als der Standard, um künftig Sensoren, Schalter und andere Steuerungselemente per Funk zu vernetzen. Zwr einigte sich die Zigbee-Alliance schnell auf einen Standard, doch Geräte blieben Mangelware. Seit Anfang des Jahres hat das Zigbee-Lager nun mit der Z-Wave Alliance Konkurrenz bekommen. Diese zählt derzeit mehr als 75 Mitglieder, darunter bekannte Hersteller wie Danfoos, Honeywell, Sylvana oder Panasonic. Zudem unterhält die Gruppe mit Intel eine Partnerschaft ("Digital Home").

Ziel der Z-Wave Alliance ist ebenfalls die drahtlose Vernetzung unterschiedlicher Geräte zur Gebäudeautomation. Dabei betont die Alliance, dass die Technik 50 Prozent günstiger sei als Zigbee. Die Produkte sollen untereinander kompatibel sein.

Einsatzszenarien sind Steuerungen für Innen- und Außenbeleuchtung, Thermostate, Garagentor- oder Zugangssteuerungen. Gedacht wird aber auch an die Integration mit Unterhaltungselektronik oder dem Microsoft Windows Media Center. Als Frontend zur Steuerung der Geräte könnten neben Universalfernbedienungen auch PDA- und PC-Applikationen dienen. Ebenso sind bereits Gateways zu DSL und WLANs im Gespräch, so dass eine Bedienung aus der Ferne möglich ist.

868-Megahertz-Band

Z-Wave basiert auf einer Chiplösung des dänischen Herstellers Zensys. Dabei verwendet Z-Wave im Gegensatz zu Zigbee nur das 868-Megahertz-Band zur Datenübertragung per Funk. Dies habe im Gegensatz zu dem bei Zigbee verwendeten 2,4-Gigahertz-Bereich den Vorteil, dass es nicht so überfüllt sei. Zudem sei seine Nutzung strenger reguliert und somit ressourcenfressende Audio- und Video-Übertragungen ausgeschlossen. Ferner dürfe ein Gerät innerhalb einer Stunde nur ein Prozent der Sendezeit für sich beanspruchen. Hiermit sollen Überlastungen wie im populären 2,4-Gigahertz-Band vermieden werden. Die Daten selbst werden mit 9,6 bis 40 Kbit/s übertragen. Um trotz einer geringen, batteriesparenden Sendeleistung ein Gebäude flächendeckend vernetzen zu können, folgt Z-Wave dem Prinzip der Meshed Networks: Jedes Gerät sendet nicht nur seine eigenen Daten, sondern fungiert gleichzeitig auch als Zwischenstation beim Weitertransport der Informationen von anderen Devices. Das Routing konfigurieren die Geräte dabei selbst. (hi)